Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

08.06.2009

Vortrag: „Parsifal“ in Bayreuth

Dr. Stephan Mösch referiert in Haus Wahnfried über zentrale Aspekte der Bayreuther Festspielgeschichte

Stephan MöschDas Richard-Wagner-Museum Bayreuth, Richard-Wagner-Straße 48, lädt am Mittwoch, 17. Juni, um 19.30 Uhr, zu einer Vortragsveranstaltung mit Dr. Stephan Mösch zum Thema „Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit – „Parsifal“ in Bayreuth“ ins Haus Wahnfried ein.

Im Sommer 1882 fand bei den Bayreuther Festspielen die Uraufführung von Parsifal statt. Für die Einstudierung war Richard Wagner selbst verantwortlich. Die Produktion wurde nach seinem Tod ein halbes Jahrhundert lang auf dem Grünen Hügel gezeigt: bis 1933. Sie ist ideengeschichtlich und aufführungspraktisch eng mit dem Festspielhaus verbunden und hat Impulse gegeben, die bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg wirksam waren. Brüche, Neuorientierungen und geistige Strömungen der Festspielgeschichte spiegeln sich exemplarisch in den Parsifal-Aufführungen.

Der Vortrag beleuchtet einige zentrale Aspekte der Bayreuther Festspielgeschichte als Aufführungsgeschichte und wertet dazu unbekannte Dokumente aus dem Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung, der Bayerischen Staatsbibliothek und anderer Archive aus.

Stephan Mösch wurde 1964 in Bayreuth geboren. Er studierte Musik- und Literaturwissenschaft an der TU Berlin sowie Gesang an der Universität der Künste Berlin und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Als Sänger wurde als 1989 mit dem Domgraf-Fassbaender-Preis aus-gezeichnet und war 1990 Preisträger beim Deutschen Musikwettbewerb (Bonn). Seit 1995 ist er verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift Opernwelt und Autor im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 2001 promovierte er mit einer preisgekrönten Studie zu Boris Blacher (im Druck erschienen als: Der gebrauchte Text, Stuttgart 2002). Im Sommer 2008 Habilitation an der Universität Bayreuth (Druck der Habilschrift: Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. „Parsifal“ in Bayreuth 1882-1933, Kassel et al. 2009). Lehraufträge an den Universitäten Bayreuth, Lüneburg, Marburg und Zürich. Radiosendungen für zahlreiche ARD-Anstalten, insbesondere für Bayern 4 Klassik. Fernsehmoderation für ARTE. Veröffent-lichungen zur Musikgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, zu Theorie und Praxis des Gesanges, zur Librettogeschichte, zur Kulturpolitik und zum Thema Musik und Medien.

Die Vortragsveranstaltung findet in Kooperation mit dem Richard-Wagner-Verband Bayreuth statt.

Eintrittskarten für den Vortrag sind ab Montag, 8. Juni, an der Kasse des Richard-Wagner-Museums, Richard-Wagner-Straße 48, zum Preis von 9 Euro sowie ermäßigt für 7 Euro für Schüler/Studenten (nach Vorlage eines entsprechenden Ausweises) erhältlich.

Info:
Richard-Wagner-Museum
Richard-Wagner-Straße 48
Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich von 9 bis 17 Uhr, zusätzlich Dienstag und Donnerstag bis 20 Uhr; November bis März täglich von 10 bis 17 Uhr
Telefon (09 21) 75 72 816; Fax (09 21) 75 72 822
email: info@wagnermuseum.de

www.wagnermuseum.de.