Stadt Bayreuth

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29.10.2008

Vortragsreihe zum Thema Wilhelmine

Referenten beleuchten die Markgräfin im November aus unterschiedlichen Blickwinkeln

Unter dem Titel „Wir, Wilhelmine, königliche Hoheit – eine Prinzessin stellt sich vor“ hat das städtische Kulturamt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule eine Vortragsreihe zusammengestellt, die durch kompetente Referenten die unterschiedlichen Aspekte der berühmten Markgräfin und Muse Bayreuths beleuchten lässt. Im November stehen drei Termine an, die sich historisch Interessierte nicht entgehen lassen sollten. Die Vorträge finden alle im Historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses statt und beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Los geht’s am Donnerstag, 6. November, mit Dr. Peter Krückmann von der Bayerischen Schlösserverwaltung. Er referiert über Wilhelmine als „Herrscherin an der Epochenwende“. Wohl jeder Bayreuther hat eine persönliche Vorstellung von Wilhelmine. Doch wenn man sich näher mit dieser außergewöhnlichen Frau befasst, merkt man schnell, dass man in ein fast unerschöpfliches Thema eingestiegen ist. Der geistige, künstlerische und politische Horizont dieser so vielfach begabten Persönlichkeit ist an Universalität und Facettenreichtum kaum zu überbieten. Der Vortrag will schlaglichtartig einige dieser Aspekt beleuchten.

Am Donnerstag, 13. November, referiert dann die Leiterin des Historischen Museums Bayreuth, Dr. Sylvia Habermann, über Markgräfin Wilhelmine und ihre „Kolleginnen“. Der Vortrag behandelt neben der berühmten Wilhelmine auch die anderen sechs weit weniger bekannten Bayreuther Markgräfinnen. Dargestellt werden ihre Herkunft und ihre Biografien, ihre Aufgaben in der fürstlichen Familie und im Lande sowie die Charakteristika dieser Markgräfinnen, die im öffentlichen Bewusstsein in Vergessenheit geraten sind.

Weiter geht’s eine Woche später am Donnerstag, 20. November, mit einem Vortrag der Theaterwissenschaftlerin Esther Kraß. Sie beleuchtet Markgräfin Wilhelmine als Opernkomponistin. Im Mittelpunkt steht dabei Wilhelmines Tragedia „Argenore“.

Markgräfin Wilhelmine war es, die durch den von ihr initiierten Ausbau der damaligen höfischen Musikszene das oberfränkische Bayreuth bereits lange Zeit vor Richard Wagner auf die musikalische Landkarte Deutschlands brachte. Zu diesem Zweck holte sie nicht nur italienische Sänger und französische Tänzer an den Bayreuther Hof, sondern setzte sich auch selbst an das Kompositionspult. Hier entstand nebst „kleineren“ Kompositionen, wie dem bekannten Cembalokonzert, auch die im Jahre 1740 fertig gestellte Tragedia „Argenore“.

Der Vortrag versteht sich als Einführung in dieses – gemessen an damaligen Konventionen – außergewöhnliche und dadurch interessante musikdramatische Werk. Hierbei soll nicht nur ein Überblick über Entstehungsgeschichte, Inhalt und musikalische Gestalt der Oper gegeben, sondern auch dem oft geäußerten Vorwurf des Dilettantismus nachgegangen werden. Da die Tragedia als künstlerischer Kommentar ihrer Zeit heute noch Einblicke in das Leben der Komponistin gewährt, wird auch die persönliche Situation und Biographie Wilhelmines, aus diesem besonderen Blickwinkel betrachtet, Gegenstand des Vortrags sein.

www.wilhelmine.bayreuth.de