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25.08.2010

Wagner-Museum: Bayreuth bereitet Neugestaltung vor

Europaweiter Architektenwettbewerb ausgeschrieben – Preisgericht tagt im Oktober

Mehr als 30 Jahre nach der Eröffnung des Richard-Wagner-Museums im Haus Wahnfried 1976 ist die Notwendigkeit einer baulichen Sanierung des Hauses und einer umfassenden Neugestaltung des Museums unabweisbar geworden. Die Stadt Bayreuth bereitet derzeit die hierfür notwendigen Schritte vor. Das Museum schließt daher zum 1. September und wird voraussichtlich nicht vor Anfang 2013 wieder öffnen. 

„Gerade die Festspielstadt Bayreuth steht in der Verantwortung, Richard Wagner und seinem Werk mit dem Richard-Wagner-Museum als weltweit zentralem Ort der Darstellung und Forschung zu Leben und Werk, Rezeptions- und Wirkungsgeschichte Richard Wagners einen würdigen und angemessenen Gedenkort zu erhalten“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl. Haus Wahnfried als Wohnhaus Richard Wagners und seiner Familie soll dabei künftig vor allem in seiner Bedeutung als authentisch-auratischer Ort von höchstem kulturgeschichtlichen Rang gestärkt und der „genius loci“ auf vielfältige Weise erlebbar gemacht werden. Erst eine attraktive Ausstellungsgestaltung, die Förderung der Wagner-Forschung und die aktive Vermittlung des umfassenden Kulturphänomens Richard Wagner ermöglichen einen zeitgemäßen, besucherorientierten Museumsbetrieb.

Um diesem Auftrag nachhaltig gerecht zu werden und darüber hinaus die kostbaren, unwiederbringlichen Kunstgegenstände in Museum und Archiv auf bestmögliche Weise zu schützen und der Nachwelt zu erhalten, ist ein Museums-Neubau mit ausreichenden Depotflächen zwingend erforderlich.

Der Stiftungsrat der Richard-Wagner-Stiftung als Trägerin des Bayreuther Richard-Wagner-Museums mit Nationalarchiv und Forschungsstätte hat daher am 6. Mai 2009 einstimmig für das von der Museumsleitung vorgelegte Nutzungs-Konzept votiert und sich für die Auslobung eines Realisierungswettbewerbs für den erforderlichen Neubau ausgesprochen.

Am 30. November vergangenen Jahres hat auch der Bayreuther Stadtrat mit großer Mehrheit dieses Konzept beschlossen und die Verwaltung der Stadt Bayreuth als Trägerin der Maßnahme mit der Durchführung des erforderlichen Architektenwettbewerbs beauftragt. Dabei wurde Wert darauf gelegt, sowohl die Standort- als auch die Gestaltungsfrage ergebnisoffen zu halten und durch den Wettbewerb beantworten zu lassen.

Die nächsten Schritte

Am 22. März 2010 wurde die Ausschreibung des Wettbewerbs im Amtsblatt der Europäischen Unio veröffentlicht. Aus weit über 200 Bewerbungen wurden mittlerweile 25 Teilnehmer ausgewählt, darunter international hoch renommierte Architekturbüros. Bis Ende August werden diese ihre Entwürfe einreichen. Die Sitzung des Preisgerichts ist für 7./8. Oktober vorgesehen. Vom 11. bis 24. Oktober werden dann die Wettbewerbsarbeiten im Haus Wahnfried ausgestellt. Erst auf dieser Grundlage wird der Bayreuther Stadtrat über den Siegerentwurf und damit über Standort und Gestaltung des Neubaus entscheiden.

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