Stadt Bayreuth

IM FOKUS

17.01.2013

Wagner-Plakate an Stadt übergeben

Ausstellung bis 31. Januar im Kunstmuseum Bayreuth
Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, Dr. Franz Joachim Schultz und Dr. Marina von Assel, Leiterin des Kunstmuseums, präsentieren eine Auswahl an Wagner-Plakaten. Dank einer großzügigen Schenkung von Sammler und Museumsleiter Dr. Franz Joachim Schultz gehört die Sammlung des „Kleinen Plakatmuseums“ seit 2012 der Stadt Bayreuth. Sie wird im Kunstmuseum Bayreuth, das auf Druckgraphik des 20. Jahrhunderts spezialisiert ist, ihren Ort haben. Im vergangenen Jahr waren daher zahlreiche Mappen und Rollen mit Plakaten ins Kunstmuseum geliefert worden.

Nun hat Dr. Schultz zum Abschluss der großzügigen Schenkung Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe im Kunstmuseum Bayreuth die letzten Plakate der Sammlung übergeben. Dabei handelt es sich – passend zum Jubiläumsjahr – um Wagner-Plakate. Sie beinhalten drei Mappen im A1- und A2-Format sowie rund 20 Plakate in in Übergrößen aus Frankreich, Italien, der Schweiz und anderen Ländern, darunter vor allem auch Aufführungsplakate zu allen Wagneropern und natürlich Ausstellungsplakate. Bis 31. Januar ist eine Auswahl dieser Plakate nun in einer kleinen Ausstellung im Kunstmuseum Bayreuth zu sehen.

Für die Festspielzeit ist eine Ausstellung unter Motto „Paare“ im Neuen Rathaus mit Plakaten geplant. Auch im Kunstmuseum sind für dieses Jahr Wechselausstellungen mit Wagner-Plakaten angedacht.

Vom „Kleinen Plakatmuseum“ bis zur Schenkung und musealen Aufbereitung

Das „Kleine Plakatmuseum“ ist eine Sammlung, die künstlerischen und dokumentarischen Wert hat. Sie dokumentiert die Plakatkunst (hauptsächlich) aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und dies international. Denn außer aus Deutschland, das den Hauptbestand ausmacht, kommen die Plakate aus fast allen europäischen Ländern.

Das „Kleine Plakatmuseum“ wurde vom leidenschaftlichen Plakate-Sammler Dr. Schultz im Jahr 1986 eröffnet. Seitdem hat es sich in erster Linie auf zeitgenössische Plakatkunst aus verschiedenen Bereichen der Kultur und der Werbung spezialisiert, die in vielen faszinierenden Ausstellungen mit Plakaten von Theater, Film, Musik, Literatur und Kunst, darunter viele von namhaften Graphikern, vorgestellt wurden.

2007 beschloss Dr. Schultz, die Sammlung von ca. 5000 Plakaten im Jahr 2012 der Stadt Bayreuth zu schenken. Und so wird sie in Zukunft im Kunstmuseum Bayreuth, das auf Druckgraphik des 20. Jahrhunderts spezialisiert ist, ihren Ort haben. Im letzten Jahr kamen viele Mappen und Rollen mit mehr als 11.000 Plakaten ins Kunstmuseum Bayreuth, wo sie nun von Kunsthistoriker Philipp Schramm M.A. gesichtet, inventarisiert und digitalisiert werden. Ihr eigentlicher Wert wird wohl erst in einigen Jahren erkennbar sein.

Insgesamt ist es eine Sammlung, die künstlerischen, aber auch dokumentarischen Wert hat. Sie dokumentiert die Plakatkunst (hauptsächlich) aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und dies international. Denn außer aus Deutschland, das den Hauptbestand ausmacht, kommen die Plakate aus fast allen europäischen Ländern.