Stadt Bayreuth

IM FOKUS

04.12.2013

WagnerWordWide: Abschlusskonferenz in Bayreuth, Thurnau und Nürnberg

Was bedeutet das Phänomen Wagner für die Gesellschaft heute? Diese zentrale Frage stellt sich besonders zum Ende eines großen Jubiläumsjahres. 2013 wurde Wagnergeschichte gemacht und weiter geschrieben. WagnerWorldWide2013 ist das Projekt, das vom Forschungsinstitut für Musiktheater der Universität Bayreuth (fimt) initiiert wurde und von den Universitäten Bayreuth, Bern und South Carolina sowie dem Shanghai Conservatory of Music durchgeführt wird.

In drei großen Wagner-Konferenzen wurde und wird das Phänomen Wagner und seine ungebrochene Aktualität ergründet. Für die abschließende Konferenz, www2013:Reflections, die vom 12. bis 15. Dezember 2013 in Bayreuth, Thurnau und Nürnberg stattfindet, hat Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle die Schirmherrschaft übernommen. Gut 30 Referentinnen und Referenten aus Asien, Europa und Amerika präsentieren Beiträge zu Wagner im Kontext unserer heutigen Welt. Der Eintritt zu allen Vorträgen und Podiumsdiskussionen ist frei.

Dieter Borchmeyer eröffnet mit seinem Vortrag „ich schreib’s euch auf, diktirt ihr mir!“ – Richard Wagners medienästhetische Kritik der Schrift am Nachmittag des 12. Dezember die Konferenz in Bayreuth, bevor am Abend die Finissage der Ausstellung Irre?! – Richard Wagner. Eine Würdigung des Wahnsinns im Steingraeber Haus begangen wird. Die Konferenztage Freitag und Samstag werden in der ländlichen Abgeschiedenheit von Schloss Thurnau, Sitz des fimt und malerisch gelegen zwischen Kulmbach und Bayreuth, stattfinden.

Am Sonntag zieht der Kongress nach Nürnberg und kooperiert hier in einzigartiger Weise mit dem Staatstheater Nürnberg. Im Gluck-Saal des Staatstheaters wird eine Sektion zu Wagner und Nürnberg und die Podiumsdiskussion zum Thema Wagner als Marke für Bayern das wissenschaftliche Programm abschließen. Auf zu neuen Wagnerufern? Die Konferenz endet mit einer Aufführung von Wagners Das Rheingold; dies gleichsam programmatisch: mit dem Beginn der Ring-Tetralogie.

Verleihung des Thurnauer Preises und Gründung eines interdisziplinären Richard-Wagner- Arbeitskreises an der Universität Bayreuth

Im Rahmen der Konferenz wird bei einer Feierstunde am Freitag, 13. Dezember, um 18.30 Uhr, im Ahnensaal von Schloss Thurnau der Thurnauer Preis für Musiktheaterwissenschaft 2013 verliehen. Für ihren Aufsatz „Voices beyond corporeality: towards the prosthetic body in opera“ wird der 1974 in Belgrad geborenen Dr. Jelena Novak der Preis zugesprochen. Die musikalische Umrahmung übernimmt der Pianist Peter Cervenec.

Außerdem wird an der Universität Bayreuth durch die Präsidentin des Richard-Wagner-Verbandes International Prof. Eva Märtson ein interdisziplinärer Richard-Wagner-Arbeitskreis zum Musiktheater ins Leben gerufen. Die Initiative, die sich an alle Universitätsangehörige richtet, will kritische wie kreative Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners und dem Musiktheater fördern.

   
 

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