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09.08.2011

Was tun, wenn die Biotonne stinkt?

Gerade in den Sommermonaten wird die Tonne oftmals zum Geruchsproblem – Tipps der städtischen Abfallberatung

BiotonnenVor allem in den warmen Sommermonaten treten erfahrungsgemäß immer wieder Geruchsprobleme beim Umgang mit der Biotonnen auf. Auch Maden können dann zum unappetitlichen Thema werden. Der Stadtbauhof macht daher auf vorbeugende Regeln aufmerksam, die man unbedingt beachten sollte.

Grundregel Nummer eins: Die Biotonne gehört an einen schattigen Platz, an den möglichst ganztägig keine Sonne hinkommt. Zuweilen findet man noch eine Stelle in der Garage oder im Schuppen. Hat man diese Möglichkeiten nicht, so sollte eine schattenspendende Verkleidung geschaffen werden.

Auch durch das richtige Befüllen der Biotonne kann viel erreicht werden. Keinesfalls dürfen tropfnasse Bioabfälle, wie etwa nasse Filtertüten, in die Tonne gegeben werden. Wer seine Bioabfälle etwas an der Luft trocknen lässt, bevor er sie in die Tonne gibt, vermeidet Fäulnisprozesse. Rasenschnitt beispielsweise sollte man vorher anwelken lassen. Frischer und feuchter Rasenschnitt hingegen begünstigt Fäulnisgerüche. Auch Nussschalen, Kartoffelschalen, Obst-, Salat-, Gemüsereste (ohne Verpackung!), Zitrusschalen, Eierschalen, Kaffeefilter, Teebeutel, Federn, Haare, Blumen, Blumenerde, Unkraut oder Gartenabfälle sollten möglichst trocken in die Tonnen wandern. Nicht in die Biotonne gehören hingegen mineralische Katzenstreu, Asche, Knochen und vor allem keine Plastiktüten.

Um unangenehme Gerüche zu vermeiden, sollte man auch die Vorsortier- beziehungsweise Sammelgefäße in der Küche immer zudecken oder Gefäße mit Deckel benutzen.

Verschmutzungen und Verkrustungen können vermieden werden, wenn der organische Abfall in saugfähiges Zeitungspapier oder Küchenkrepp eingewickelt wird. Zum Absorbieren der Flüssigkeiten in der Biotonne kann vereinzelt auch saugfähiges Knüllpapier (zum Beispiel Zeitungen, Papierservietten, Eierkartons) beigegeben werden. Auch die Beigabe trockener Gartenabfälle ist nützlich. Grundsätzlich gilt: Je trockener der Biomüll, desto weniger Geruchsprobleme im Sommer.

Tonne mit Papier auslegen

Die Abfallberatung des Stadtbauhofs empfiehlt, die Biotonne regelmäßig zu reinigen. Hier hilft nach jeder Leerung eine gründliche Spülung mit Wasser (besser noch mit Essigwasser) und daran anschließend eine Trocknung an der frischen Luft. Auch Rand und Deckel müssen sauber sein. Nach dem Entleeren der Tonnen sollte man sie sofort mit Zeitungspapier oder mit einem Papiersack auslegen. Im Handel sind Säcke aus Recyclingpapier zum Vorsortieren im Haushalt und für die Biotonne erhältlich – nicht zu verwechseln mit den sogenannten “kompostierbaren Plastiktüten”.

Auch wenn es bereits zu spät zum Vorbeugen ist, kann man sich helfen. Sofern die Biotonne stark von Maden und Fruchtfliegen bevölkert ist, hilft die Zugabe von Erde, Tonmehl, Quarz- oder Gesteinsmehl, Holzhäckseln, Sägemehl und von natürlichem Geruchsbinder. Etliche dieser Mittel sind im Fachhandel erhältlich. In keinem Fall Desinfektionsmittel oder Chemikalien verwenden, auch keinen ungelöschten Kalk (Chlorkalk). Diese stören den biologischen Abbau und können zu Verätzungen beim Menschen führen.

In der warmen Jahreszeit ist die regelmäßige Leerung der Biotonnen besonders wichtig, auf termingerechte Bereitstellung ist deswegen unbedingt zu achten. Die Abfuhrtermine können tagesgenau der städtischen Abfallfibel entnommen werden, die an alle Bayreuther Haushalte kostenlos verteilt wurde.

   
 

Für nähere Auskünfte steht der städtische Abfallberater zur Verfügung
Telefon (09 21) 25-18 44

Weitere Infos sowie alle Abfuhrtermine unter www.abfallberatung.bayreuth.de