Stadt Bayreuth

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01.09.2011

Wehwechen und Wünsche

Distriktsvorsteher haben immer ein offenes Ohr – Bayreuth ist in 39 Stadtdistrikte eingeteilt

Distriktsvorsteher Richard Frank.„Wir sind ein friedlicher Distrikt, bei uns gibt es kaum Ärger“, schmunzelt Richard Frank aus Destuben. Der 82-Jährige ist einer der 39 ehrenamtlichen Distriktsvorsteher in Bayreuth und Ansprechpartner für rund 400 Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Destuben, Thiergarten und Rödensdorf. Seit 1991 ist Frank als Bindeglied zwischen der Stadtverwaltung und den Nachbarn in „seinem“, dem 37. Distrikt tätig. „Und wenn es mir weiterhin gesundheitlich gut geht, dann mache ich das auch noch bis Ende der Wahlperiode 2014“, so Frank.

Die einzelnen Distriktsvorsteher werden nämlich zu Beginn einer Wahlperiode vom Stadtrat bestellt, deswegen ist ihre Amtszeit genauso lang wie die der Stadträte. „Ursprünglich sollte ich mich damals für eine Stadtratskandidatur aufstellen lassen, aber ich hatte mich gerade mit meinem Architekturbüro selbstständig gemacht und aus Zeitgründen abgelehnt. Und dann wurde ich gefragt, ob ich Distriktsvorsteher sein möchte“, erzählt Frank.

Eine Bayreuther Besonderheit

Distriktsvorsteher sind eine kommunale Besonderheit – keine andere Stadt in Bayern hat dieses Ehrenamt eingeführt. In Bayreuth hat der damalige Oberbürgermeister Dr. Oskar Meyer bereits 1946 die ersten Distriktsvorsteher ernannt. Ihre Hauptaufgabe ist bis heute die Vermittlung zwischen der Bevölkerung und der Stadtverwaltung, sie sind für beide Seiten der erste Ansprechpartner.

„Natürlich kommen immer wieder Leute aus unserem Distrikt mit ihren Wehwehchen und Wünschen zu mir – dafür bin ich ja da. Dabei handelt es sich aber meist um kleine Sachen, die schnell aus der Welt zu schaffen sind“, berichtet Frank von seiner Arbeit. In seiner bisherigen Amtszeit ging es meist um den Verkehr in und um Destuben, zum Beispiel um zu enge Straßen, um nicht vorhandene Gehsteige, um Bushaltestellen oder mangelnde Parkmöglichkeiten. In allen Fällen versucht der Distriktvorsteher, zwischen den Bewohnern und der Verwaltung zu vermitteln, um gemeinsam Lösungen und Kompromisse zu finden, die allen Beteiligten gerecht werden.

Mit ihrem Einsatz leisten die Distriktvorsteher einen wichtigen Beitrag zu einem harmonischen Miteinander in der Stadt. Sie kennen ihren überschaubaren Bereich, wissen um die Probleme in ihrem Distrikt und sind mit den örtlichen Begebenheiten vertraut. Aufgrund ihrer Nähe zum Bürger sind sie damit eine wertvolle Stütze für die Verwaltung – und für die Distriktsbewohner ein wertvoller und unbürokratischer Helfer in allen Fragen rund ums Leben und Wohnen in Bayreuth.