Stadt Bayreuth

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20.12.2006

Weihnachtsgruß des Oberbürgermeisters

Oberbürgermeister Dr. Michael HohlLiebe Mitbürgerinnen
und Mitbürger!

Nur noch wenige Tage trennen uns vom bevorstehenden Jahresausklang. Ich wünsche Ihnen, Ihren Angehörigen und Gästen, auch im Namen des gesamten Stadtratsgremiums frohe, friedvolle und gesegnete Weihnachtsfeiertage!

Das zuende gehende Jahr war für unsere Stadt in mehrfacher Hinsicht mit Zäsuren verbunden. Dies betrifft nicht nur den personellen Wechsel im Amt des Oberbürgermeisters. Auch dem Klinikum steht eine neue Führungsstruktur ins Haus, von der wir uns wichtige Impulse für die Zukunft des Gesundheitszentrums Bayreuth erhoffen.

Aufschwung Innenstadt

Ich denke, wir können mit dem in den vergangenen Monaten Erreichten zufrieden sein. Eingebettet in eine bundesweit spürbare konjunkturelle Belebung macht sich auch in Bayreuth allenthalben Aufbruchstimmung breit. Im Dialog zwischen Stadtrat, Stadtverwaltung und Bürgerschaft wollen wir versuchen, die vor uns liegenden Aufgaben zu meistern. So ist es uns gelungen, mit erfreulich großem Echo bei interessierten Bürgern, Einzelhändlern und Grundstückseigentümern die Überlegungen zu einem „Aufschwung Innenstadt“ neu zu beleben. Hier wartet in den kommenden Monaten viel Arbeit auf die Akteure. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir es schaffen werden, unsere Innenstadt zu einem vitalen Begegnungsraum weiter zu entwickeln. 

Die Stadt versteht sich in diesem Prozess als Moderator, aber auch als Impulsgeber, wie die erst vor kurzem eingeweihte neue Ladenpassage im komplett sanierten und umgebauten Anwesen Maxstraße 48 zeigt. Schon im kommenden Jahr wird auch der Neubau der Zentralen Omnibus-Haltestelle am Hohenzollerneck fertig sein. Damit wird eine weitere wichtige Voraussetzung für die nachhaltige Aufwertung der Innenstadt realisiert. Die inzwischen auf dem Tisch liegenden Architektenentwürfe für die Umgestaltung des Marktplatzes nach dem Abzug der ZOH zeigen, welches Potential in unserer Innenstadt steckt. Jetzt liegt es an uns allen, die Stärken von Bayreuths „guter Stube“ zu nutzen, zu verdeutlichen und dem Stadtmarketing neue Schlagkraft zu verleihen.

Neue Akzente für Kultur und Tourismus

Neue Akzente wollen wir in den kommenden Monaten auch in den für Bayreuth so wichtigen Bereichen der Kultur und des Tourismus setzen. Wir werden uns im kommenden Jahr durch eine neue Führungskraft verstärken. Das 2008/2009 anstehende Doppeljubiläum anlässlich des 250. Todes- und des 300. Geburtstages der Markgräfin Wilhelmine ist eine einmalige Chance, überregional für unsere Stadt zu werben. Mit einem attraktiven Programm sollte es uns gelingen, Besucher und Gäste im weiten Umkreis nach Bayreuth zu locken. Es freut mich daher sehr, dass zahlreiche Bayreuther Kulturschaffende und -interessierte in die Jubiläumsplanungen eingebunden werden konnten. Ein Engagement, das auch belegt, dass unsere Stadt es ernst meint mit der Bewerbung des markgräflichen Bayreuth um eine Aufnahme in die illustre Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Kultur und Bildung werden in der Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth seit jeher groß geschrieben. Dennoch verdient das derzeit laufende Investitionsprogramm, mit dem Bayreuths Schulen fit für die Anforderungen einer sich wandelnden Bildungslandschaft gemacht werden, besonderes Augenmerk. Zehn Millionen Euro investiert die Stadt, dank großzügiger staatlicher Hilfen, in die baulichen Voraussetzungen des achtstufigen Gymnasiums, in die Ganztagsbeschulung und in die laufende Modernisierung der Bausubstanz unserer Schulen. Geld, das gut angelegt ist, denn es dient der Ausbildung unserer Kinder und gewährleistet ein weiterhin hohes Niveau der schulischen Aus- und Fortbildung als wichtigem Qualitätsmerkmal des Wirtschafts- und Bildungsstandorts Bayreuth.

Ein Jugendparlament für Bayreuth

Investitionen in die Zukunft unserer Kinder sind Investitionen in unser aller Zukunft. Dieses Motto gilt selbstverständlich ebenso für das familienfreundliche Bayreuth. Auch unsere Stadt spürt den demographischen Wandel, kämpft gegen den Verlust wertvoller Bevölkerungssubstanz und muss sich den Folgen einer zunehmenden Überalterung stellen. Nur wenn es uns gelingt, jungen Familien das Leben in unserer Stadt so attraktiv wie möglich zu gestalten, wenn junge Menschen hier vor Ort eine dauerhafte Lebensperspektive vorfinden, werden wir uns die notwendige Zukunftsfähigkeit erhalten können. Hierzu gehört auch, die Belange und Wünsche der jungen Bayreuther noch mehr als bisher in die Stadtentwicklung einfließen zu lassen, sie ernst zu nehmen und den Dialog mit der jungen Generation zu suchen. Mit dem Projekt eines Jugendparlaments, das wir schon im nächsten Jahr installieren wollen, sind wir, so denke ich, auch bei diesem Zukunftsthema auf einem guten Weg.

Ein familienfreundliches Bayreuth ist zugleich Garant für den warmherzigen Umgang mit der älteren Generation. Gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme sind der Schlüssel für ein gutes Miteinander von Jung und Alt.

Bei allem erfreulichen Fortschritt, bei aller Aufbruchstimmung dürfen wir unsere sozialen Verpflichtungen gegenüber den Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht aus dem Blick verlieren. Wer unter Armut, Krankheit oder den Folgen von Arbeitslosigkeit leidet, braucht unsere Hilfe. Dies gilt in Zeiten zunehmender Vereinsamung und einer um sich greifenden sozialen Kälte ganz besonders und sollte auch künftig einen der fundamentalen Werte unserer im christlichen Glauben geprägten Gesellschaft ausmachen.

Ich möchte daher den vielen sozialen Initiativen, den karitativen Verbänden und Einrichtungen in unserer Stadt ausdrücklich danken für ihr wertvolles Engagement im Dienste des Nächsten. Gleiches gilt für die vielen Bayreutherinnen und Bayreuther, die ehrenamtlich tätig sind, sich für ihre Stadt einsetzen und damit den „sozialen Kitt“ vorleben, der ein erfolgreiches Gemeinwesen ausmacht.

Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden gute, gesegnete Weihnachtstage und einen schönen Jahresausklang sowie für 2007 Gesundheit und Wohlergehen.

Ihr

Dr. Michael Hohl
Oberbürgermeister