Stadt Bayreuth

IM FOKUS

19.01.2009

Wertvolles Vermächtnis ans Historische Museum

41 Steinzeug-Gefäße und 110 Fayencen

Das Historische Museum hat “Zuwachs” bekommen: 41 Steinzeug-Gefäße, 110 Fayencen, 20 Zinngefäße und zahlreiche Kleinobjekte hat das Museum jetzt aus dem Nachlass von Marianne Lipfert, die im Mai 2008 verstorben ist, erhalten. Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und Dr. Sylvia Habermann, Leiterin des Historischen Museums, stellten die Stücke der Öffentlichkeit vor und bedankten sich posthum für die “vielen Schätze, um die das Historische Museum reicher geworden ist”.

OB Dr. Hohl und Dr. Habermann stellten die Schätze aus dem Vermächtnis von Marianne Lipfert vor.

Marianne Lipfert und ihre Mutter Anny Kolb haben mit großer Liebe eine Sammlung derjenigen historischen Keramiken zusammengetragen, die typisch für die Region Bayreuth sind: Steinzeug aus Creußen und Fayencen aus Bayreuth. Die Stücke stammen alle aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Besondere Stücke sind vor allem vier der berühmten, bunt bemalten Apostelkrüge, vier Jagdkrüge und ein Kurfürstenkrug aus den Jahren um 1660/80, aber auch ganz frühe Gefäße aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg. Bei den Bayreuther Fayencen ist vor allem ein makellos erhaltener weiß und violett bemalter Hund aus der Manufaktur “Bayreuth Knöller” (siehe Foto oben) aus den Jahren vor 1740 zu erwähnen, dem zwei französische Fayence-Katzen Gesellschaft leisten. Solche außergewöhnlichen Raritäten wurden nur sehr selten und wohl nur auf Bestellung hergestellt.

In den nächsten Wochen können die Stücke aus dem Nachlass von Marianne Lipfert im Sonderausstellungsraum im Erdgeschoss bewundert werden. Wenn die Katalogisierung abgeschlossen ist, wandern sie in den ersten Stock, wo sie dann unter dem Namen der beiden Sammlerinnen ausgestellt werden – getrennt nach ihren beiden Herkunftsorten Creußen und Bayreuth.

>> Weitere Infos zum Historischen Museum

41 Steinzeugkrüge gehören zur Sammlung.