Stadt Bayreuth

30.09.2008

Wettbewerb Bioenergie: Region Bayreuth weiter

Die zweite Runde des Bundeswettbewerbes ist geschafft!

Logo Region BayreuthGute Nachrichten aus Berlin: Die Region Bayreuth hat im Bundeswettbewerb „Bioenergie-Regionen“ die zweite Wettbewerbsphase erreicht. 210 Regionen aus ganz Deutschland hatten sich beworben, 50 kamen in die zweite Runde und haben nun die Chance, nach einem erneuten Auswahlverfahren jeweils bis zu 400.000 Euro zur Umsetzung ihrer Ideen als Förderung zu erhalten.

Der vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgeschriebene Wettbewerb zielt darauf ab, vorbildliche Netzwerke zur Förderung der Bioenergie auszubauen. Die 50 Regionen, welche die zweite Förderphase erreicht haben, müssen bis Mitte Dezember detaillierte Regionalentwicklungskonzepte erarbeiten. Eine Jury wählt daraus die 25 besten Konzepte aus, die dann mit Fördermitteln honoriert werden. Das Ergebnis liegt voraussichtlich bis März 2009 vor.

Die Bioenergieregion Bayreuth umfasst Stadt und Landkreis Bayreuth sowie die interkommunale Arbeitsgemeinschaft „Integrierte Ländliche Entwicklung Wirtschaftsband A 9 – Fränkische Schweiz“, deren Gebiet sich entlang der Autobahn A 9 vom Landkreis Bayreuth in den Landkreis Forchheim erstreckt. Die Region umfasst etwa 1.500 Quadratkilometer mit 200.000 Einwohnern.

Die Federführung bei der Bewerbung der Region Bayreuth hat das Regionalmanagement Stadt und Landkreis Bayreuth. Ein Expertengremium unterstützt die Regionalmanager dabei: Vertreten sind Fachleute von Stadt und Landkreis Bayreuth, darüber hinaus die Arbeitsgemeinschaft „Integrierte Ländliche Entwicklung Wirtschaftsband A 9 – Fränkische Schweiz“, die Universität Bayreuth, Energieversorger, Fachbehörden, Fachinstitutionen, Umweltverbände und -organisationen, Anlagebetreiber, Umweltbildungs- und -planungsstellen sowie die Forst- und Landwirtschaft.

Konsens der Experten ist, dass in der Region Bayreuth Bioenergie nicht um jeden Preis, sondern unter Beachtung der Nachhaltigkeit sowie der Umwelt- und Sozialverträglichkeit genutzt werden soll.

Aufgrund ihrer ländlichen Struktur weist die Region ein hohes bioenergetisch nutzbares Potential auf: 40 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich, 44 Prozent forstwirtschaftlich genutzt. Hinzu kommt ein erhebliches energetisch noch ungenutztes Potential an biogenen Abfall- und Reststoffen. Allerdings werden beachtliche Mengen an biogenem Material aufgrund von Nutzungskonflikten, strukturellen Besonderheiten und anderen Rahmenbedingungen gar nicht oder nur teilweise bioenergetisch genutzt.

Die Bewerbung der Region Bayreuth basiert auf drei ineinandergreifenden Zielen: Information verbessern, Bioenergie-Erzeugung ausbauen und Bioenergie-Nutzung fördern. Das besondere der Bewerbung der Region Bayreuth ist, dass die Einzelmaßnahmen über ein Kunstprojekt symbolisch verbunden und öffentlichkeitswirksam positioniert werden. Der ungewöhnliche Brückenschlag zum Themenkreis Kunst und Kultur soll eine spannende Kombination schaffen und das Thema Bioenergie auf spektakuläre Weise präsentieren.