Stadt Bayreuth

19.01.2010

Wettbewerb für junge Erfinder

Bereits zum 9. Mal findet auf Bezirksebene der Wettbewerb „Jugend forscht“ statt

Hilft Schokolade gegen Kopfschmerzen? Ist Weihwasser mit Bakterien belastet? Ist es möglich, mit Honig und Ingwer der Schweinegrippe zu Leibe zu rücken? Mit diesen und anderen, manchmal kurios anmutenden Fragestellungen, beschäftigen sich in diesem Jahr die oberfränkischen Teilnehmer an Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“. Unter dem Motto „Entdecke neue Welten!“ findet der Wettbewerb für alle jungen Forscher, Entdecker und Erfinder bereits zum 9. Mal auf Bezirksebene statt.

„Wir freuen uns, dass sich wieder fast 240 junge Leute aus ganz Oberfranken dem Wettbewerb stellen und im Wettstreit der guten Ideen gegeneinander antreten“, sagte die Vorsitzende von Oberfranken Offensiv – Forum Zukunft Oberfranken e.V., Staatssekretärin Melanie Huml, im Vorfeld des oberfränkischen Regionalentscheids in Bayreuth. „Jugend forscht“ leiste als Talentschmiede seit mittlerweile 2002 einen herausragenden Beitrag, junge Forscher und Erfinder zu fördern, die über wissenschaftliche Neugier, Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein und Problemlösungskompetenz verfügen. „Gerade diese viel versprechenden jungen Nachwuchskräfte seien es, die Deutschland vor dem Hintergrund vielfältiger Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie Erderwärmung oder Globalisierung dringend benötige“, so die Staatssekretärin.

Die hohe Teilnehmerzahl zeige auch, dass die Attraktivität von „Jugend forscht“ bei Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden ungebrochen ist, freute sich Dr. Roland Raithel vom TV-Gerätehersteller Loewe aus Kronach. Das Unternehmen hatte vor neun Jahren zusammen mit Oberfranken Offensiv – Forum Zukunft Oberfranken e.V. als Patenunternehmen wesentlich dazu beigetragen, den Wettbewerb in den Regierungsbezirk zu holen. Um „Jugend forscht“ in Oberfranken zusätzlich zu fördern, stiftet die Rehau AG, wie bereits in den vergangenen Jahren, einen bayernweit einmaligen Schulpreis in Höhe von jeweils 500 Euro für die weiteren zehn nach Teilnehmerzahl und Qualität der Projekte erfolgreichsten Schulen.

Die 156 Arbeiten der 238 Teilnehmer, von denen viele in Zweier- oder Dreierteams antreten, beschäftigen sich diesmal mit sicherem Geldabheben am Automaten, mit der Beschaffenheit eines wassersparenden Schul-WCs, mit der Welpenaufzucht von Hunden oder mit der Untersuchung von Kosmetikartikeln. Eine Kulmbacher Schülerin hat den Salzgehalt in Wurstwaren, eine Coburger Schülerin den Elektrosmog im Privathaushalt untersucht und zwei Bayreuther Schüler haben Bier aus der Dose einmal genau unter die Lupe genommen. Zwei Bamberger Schülerinnen haben sich mit der Herstellung natürlicher Fleckenentferner beschäftigt, zwei Schüler aus Coburg mit der Herstellung von Duftseifen und drei Schüler aus Coburg ganz klassisch eine Dampfmaschine gebaut.

Keine vorgegebenen Themen

„Das Besondere an „Jugend forscht“ ist, dass es keine vorgegebenen Themen gibt“, erklärt Wettbewerbsleiter Stefan Gagel, Lehrer am Arnold-Gymnasium in Neustadt bei Coburg. Gerade die Vielfalt sei es, die den Wettbewerb auszeichnet und zu einer der wichtigsten Talentschmieden des Landes macht. Gagel zufolge kommen die meisten Teilnehmer diesmal aus Stadt und Landkreis Coburg gefolgt von den Städten und Landkreisen Bamberg und Bayreuth. Bei der Anzahl der Arbeiten nach Fachgebieten liege diesmal die Chemie mit 51 Arbeiten vor den Fächern Biologie und Technik mit jeweils 33 Arbeiten. Der Rest verteile sich auf die Fächer Physik, Geo- und Raumwissenschaften, Informatik/Mathematik und Arbeitswelt. Wie schon in den vergangenen Jahren starten auch diesmal wieder Teilnehmer bis zu 14 Jahren in der eigenen Kategorie „Schüler experimentieren“; das Höchstalter für die Teilnahme bei „Jugend forscht liegt bei 21 Jahren.

Regionalwettbewerb am 4. und 5. März in der Stadthalle

Der oberfränkische Regionalwettbewerb geht am 4. und 5. März in der Bayreuther Stadthalle über die Bühne. Während am 4. März die Fachjury die Bewertung vornimmt, kann sich am 5. März, ab 10 Uhr, auch die Öffentlichkeit von der Qualität der Arbeiten überzeugen, ehe in einer feierlichen Gala-Veranstaltung ab 14 Uhr die zahlreichen Preise übergeben werden. Die besten Teilnehmer können sich dabei für den bayerischen Landesentscheid im April qualifizieren. Den Abschluss von „Jugend forscht 2010“ bildet dann der Bundeswettbewerb vom 13. bis zum 16. Mai in Essen.

Weitere Information gibt es unter www.jugend-forscht-oberfranken.de.

Oberfranken Offensiv – Forum Zukunft Oberfranken e.V.
Telefon: 09 21/5 25 23
Mail: info@oberfranken.de