Stadt Bayreuth

IM FOKUS

12.05.2011

Wettstreit im Geiste Franz Liszts

Der 7. Internationale Franz Liszt Klavierwettbewerb Weimar – Bayreuth wirft seine Schatten voraus

Der 7. Internationale Klavierwettbewerb Franz Liszt findet vom 20. bis 30. Oktober statt.Als zündender Funke für den Karrierestart können Wettbewerbe dienlich sein – man denke nur an die Pianisten Martin Stadtfeld beim Bach-, Krystian Zimerman beim Chopin- oder Van Cliburn beim Tschaikowsky-Wettbewerb. Weitere drei europäische Leistungsvergleiche wählten Liszt zum Namenspatron – neben Budapest und Utrecht auch der Internationale Franz Liszt Klavierwettbewerb Weimar – Bayreuth, der vom 20. bis 30. Oktober 2011 zum siebten Mal die begabtesten Virtuosen aus allen Kontinenten zum Wettstreit einladen möchte. Anmeldeschluss ist der 30. Juni 2011.

Rund um Liszts 200. Geburtstag am 22. Oktober verteilen sich die drei Wertungsrunden des Wettbewerbs, den die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in Kooperation mit der Stadt Bayreuth veranstaltet. Während die erste Runde in Bayreuth ausgetragen wird, wechseln die Teilnehmer für die zweite sowie die dritte Runde in das Fürstenhaus der Weimarer Musikhochschule. Die zwölfköpfige, international besetzte Jury unter Vorsitz der Weimarer Klavierprofessorin Gerlinde Otto entscheidet dann, welche Finalisten am 30. Oktober 2011 um 19:30 Uhr in der Weimarhalle mit der Staatskapelle Weimar Liszts Klavierkonzerte aufführen dürfen. Dieses Finalkonzert wird als Preisträgerkonzert (ohne Orchester) am 31. Oktober um 20:00 Uhr in der Stadthalle Bayreuth wiederholt.

Zu den Juroren gehören außerdem Rolf-Dieter Arens (Deutschland), Michel Béroff (Frankreich), Erling R. Eriksen (Norwegen), Wolfgang Döberlein (Deutschland), Koos Groen (Niederlande), Maurizio Moretti (Italien), Károly Mocsári (Ungarn), Kun-Woo Paik (Südkorea/Frankreich), Stanislav Pochekin (Russland/Spanien), Eugene Skovorodnikov (Russland/Kanada) sowie Dina Yoffe (Lettland/Deutschland). Ihnen obliegt die Entscheidung, die Preise und Sonderpreise im Gesamtwert von mehr als 20.000 Euro an die größten Talente zu vergeben. Der 1. Preis des Wettbewerbs ist mit 10.000 Euro, der 2. Preis mit 6.000 Euro und der 3. Preis – gestiftet von der Neuen Liszt Stiftung Weimar – mit 4.000 Euro dotiert. Hinzu kommen Sonderpreise, Anschlusskonzerte und Rundfunkproduktionen.

Das verlangte Wettbewerbs-Repertoire legt in allen drei Wertungsrunden einen deutlichen Fokus auf das Klavierwerk Franz Liszts. Einzige Ausnahmen sind in der ersten Runde eine Chopin-Etüde sowie in der zweiten Runde eine Haydn-Sonate und ein Klavierstück des 1958 in Genf geborenen Komponisten Michael Jarrell, das eigens für den Liszt-Wettbewerb geschrieben wird. Aus dem Oeuvre Liszts erklingen unter anderem Liedtranskriptionen, ungarische Rhapsodien, in der dritten Runde die h-Moll-Sonate sowie im Finale seine beiden Klavierkonzerte.

Europäische Liszt-Nacht

Inmitten des Wettbewerbs findet die gute Tradition der Europäischen Liszt-Nacht ihre Fortsetzung: Es konzertiert dort der erste Preisträger des Liszt-Wettbewerbs Weimar-Bayreuth 2009, Gábor Farkas, gemeinsam mit den aktuellen Gewinnern der Liszt-Wettbewerbe in Budapest und Utrecht. Im Rahmen einer Tournee quer durch Europa spielen die Pianisten zunächst in Venedig, Nuoro, Rom, Budapest und Utrecht, bevor sie am 25. Oktober im Bayreuther Wagner-Saal sowie am 26. Oktober 2011 im Festsaal Fürstenhaus der Weimarer Musikhochschule zu hören sein werden.

Erstmals im Jahre 2009 fand der 1994 von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar gegründete Internationale Franz Liszt Klavierwettbewerb in Kooperation mit der Wagner-Stadt Bayreuth statt. Teilnahmeberechtigt sind Pianistinnen und Pianisten bis zu einem Höchstalter von 31 Jahren.

Nähere Informationen zum Wettbewerb gibt es im Internet unter www.hfm-weimar.de/liszt sowie per e-Mail unter liszt-wettbewerb@hfm-weimar.de.