Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG

25.06.2009

Wilhelmine-Film im TV

Die Dokumentation „Wilhelmine von Bayreuth – Eine Markgräfin verzaubert Europa“, die im vergangenen Jahr im Cineplex Bayreuth Premiere feierte, wird in den nächsten Tagen zwei Mal im Fernsehen gezeigt. Und zwar am Sonntag, 28. Juni, um 9.45 Uhr, auf Phoenix und am Samstag, 4. Juli, um 20.15 Uhr auf BR-alpha. In ihrem filmischen Portrait stellt die Regisseurin Anita Eichholz einfühlsam die musische Aura der Markgräfin Wilhelmine dar, die schon Voltaire als „fürstliche Philosophin und Beschützerin der Künste“ gewürdigt hat.

Ob als Bauherrin, Opernintendantin oder großzügige Förderin von Kunst, Musik und Wissenschaft: Die glanzvolle Regentschaft der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth rückte die kleine fränkische Residenz ins Rampenlicht der europäischen Geschichte. Die Schwester Friedrichs des Großen machte aus dem abgelegenen Provinzstädtchen einen „Musenhof“.

Wie ihr Bruder litt auch Wilhelmine unter dem strengen Regiment ihres Vaters, des preußischen Soldatenkönigs. Während die Mutter sie mit dem Prince of Wales verheiraten wollte, wünschte der Vater eine Verbindung mit dem Hause Habsburg. Schließlich jedoch musste sie aus dynastischen Erwägungen den Erbprinzen der Markgrafschaft Bayreuth-Kulmbach heiraten. Trotz der arrangierten Ehe verstand sich das Paar anfangs gut. Nach dem Tod ihres Schwiegervaters hatte Markgräfin Wilhelmine wesentlichen Anteil an der Modernisierung des Landes. Die Früchte ihrer regen Bautätigkeit, bekannt als „Bayreuther Rokoko“, sind heute noch eine Attraktion. Vor allem das Markgräfliche Opernhaus gilt als wahres Juwel. Die begabte Wilhelmine bildete ihre musischen Talente weiter aus, komponierte selbst die Oper „Argenore“, führte mit Voltaire einen regen Briefwechsel über philosophische Themen und holte die besten Künstler und Wissenschaftler ihrer Zeit nach Bayreuth.