Stadt Bayreuth

Finanzielle Hilfen

Auf Grund ihrer besonderen Situation haben alleinerziehende Eltern Anspruch auf unterschiedliche finanzielle Zuschüsse. Alleinerziehende sollten sich frühzeitig über mögliche Leistungen, die für sie in Frage kommen, informieren und diese rechtzeitig beantragen.

Zum Bezug von Arbeitslosengeld I sind Sie dann berechtigt, wenn Sie innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Arbeitslosenmeldung mindestens 12 Monate aufgrund einer Beschäftigung gegenüber der Agentur für Arbeit versicherungspflichtig waren.

Die Höhe des Alg I richtet sich dabei unter anderem nach Ihrem durchschnittlichen Wochen-verdienst aus den letzten 52 Wochen der versicherungspflichtigen Beschäftigung. Das ALG I ist zu beantragen bei der

Agentur für Arbeit Bayreuth
Casselmannstr. 6
95444 Bayreuth
Tel: (0800) 4 5555 00

Die ehemalige Arbeitslosenhilfe und die ehemalige Sozialhilfe für Erwerbstätige wurden zum 01.01.2005 zu einer einheitlichen Leistung zusammengeführt: dem Arbeitslosengeld II für erwerbsfähige, hilfebedürftige Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und das Rentenal-ter noch nicht erreicht haben. Nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige, die in einer Bedarfsge-meinschaft mit Arbeitslosengeld II-Berechtigten leben, erhalten das so genannte Sozialgeld.

Die Sicherung des Lebensunterhalts umfasst sowohl pauschalierte Regelleistungen als auch Leistungen für die Unterkunft, für Mehrbedarfe, für einmalige Leistungen und für die Sozialversicherung.

Mehrbedarfe können Sie geltend machen:
•    als Schwangere ab der 13. Schwangerschaftswoche
•    als Alleinerziehende/r, abhängig vom Alter und der Anzahl Ihrer Kinder
•    aufgrund einer Behinderung
•    wenn Sie aus medizinischen Gründen eine kostenaufwändige Ernährung benötigen.

Einmalige Leistungen sind bis auf wenige Ausnahmen mit in den Regelsatz einbezogen. Ausnahmen hiervon sind lediglich:
•    die Erstausstattung für die Wohnung einschließlich der Haushaltsgeräte
•    die Erstausstattung für Bekleidung bei Schwangerschaft und Geburt

Das ALG II ist zu beantragen bei den Jobcentern Bayreuth Stadt bzw. Bayreuth Land (Kontaktdaten finden Sie unter der Rubrik Aus- und Weiterbildung).

Der Landtag hat am 1. Juni 2016 das Gesetz zum Bayerischen Betreuungsgeld beschlossen. Das Gesetz wurde am 21. Juni 2016 im Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 8/2016 verkündet und ist am 22. Juni 2016 in Kraft getreten.

Das Bayerische Betreuungsgeldgesetz (BayBtGG) sieht einen nahtlosen Übergang von der Bundes- zur Landesleistung vor. Betreuungsgeld wird Eltern, die die Anspruchsvorausset-zungen erfüllen, auch rückwirkend – längstens bis zum 1. Januar 2015 – bewilligt und ausgezahlt.
Der Antrag wird den Eltern unaufgefordert an die der Elterngeldstelle bekannte Anschrift zu-gesandt, wenn sie in Bayern wohnen und Elterngeld bezogen haben. Die Versendung erfolgt circa sechs Wochen vor Beginn des möglichen Bayerischen Betreuungsgeldanspruchs. In der Regel beginnt der Anspruch im 15. Lebensmonat des Kindes.

Betreuungsgeld ist zu beantragen, wenn das Kind NICHT in eine Kita geht. Es kann gleichzeitig mit dem Landeserziehungsgeld bezogen werden.

Max. Dauer 22 Monate bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres, Höhe: 150 Euro pro Monat für jedes Kind.

Weitere Informationen: www.zbfs.bayern.de/familie/betreuungsgeld/index.php

Zu beantragen ist das Betreuungsgeld bei:
Zentrum Bayern, Familie und Soziales (ZBFS)
Servicezentrum Bayreuth
Hegelstr. 2
95447 Bayreuth
Tel: (0921) 605-2311
www.zbfs.bayern.de/behoerde/regionalstellen/oberfranken

Elterngeld kann in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes in Anspruch genommen werden. Ein Elternteil kann für höchstens zwölf Monate Elterngeld beantragen. Alleinerziehende können die vollen 14 Monate Elterngeld beziehen.

Die Eltern können die insgesamt 14 Monate bis auf die zwei Partnermonate frei untereinander aufteilen. Das Elterngeld kann nacheinander oder gleichzeitig ausbezahlt werden. Bei gleichzeitigem Bezug reduziert sich aber die Zahl der Monate entsprechend.

Das Elterngeld kann bei gleichem Budget auf die doppelte Anzahl der Monate gedehnt werden. Eine Person kann dann bis zu 24 Monate halbes Elterngeld beziehen, eine alleinerzie-hende Person bis zu 28 halbe Monatsbeiträge. Höhe: mind. 300 Euro, höchstens 1.800 Euro, grundsätzlich 65 bis 67 Prozent des wegfallenden Nettoeinkommens.

Elterngeldrechner

Zu beantragen ist das Elterngeld bei:
Zentrum Bayern, Familie und Soziales (ZBFS)
Servicezentrum Bayreuth
Hegelstr. 2
95447 Bayreuth
Tel: (0921) 605-2311
www.zbfs.bayern.de/behoerde/regionalstellen/oberfranken

Für teilzeitbeschäftigte Eltern, die vor der Geburt in Vollzeit arbeiteten und mindestens für 6 Monate in Teilzeit zurückkehren, verdoppelt sich die Bezugsdauer von 14 auf maximal 28 Monate.

Infos zum Elterngeld Plus: www.elterngeld-plus.de
Rechner für Elterngeld Plus: www.familien-wegweiser.de/ElterngeldrechnerPlaner

Zu beantragen ist das Elterngeld Plus bei:
Zentrum Bayern, Familie und Soziales (ZBFS)
Servicezentrum Bayreuth
Hegelstr. 2 95447 Bayreuth
Tel: (0921) 605-2311
www.zbfs.bayern.de/behoerde/regionalstellen/oberfranken

Das Landeserziehungsgeld folgt unmittelbar auf das Elterngeld. Als Anschlussleistung beginnt der Anspruch zwingend nach dem Lebensmonat, für den letztmals Elterngeld für beide Elternteile gezahlt wurde.

Höhe und Dauer:

  • für das erste Kind erhalten Eltern für sechs Monate einen Betrag von 150 Euro,
  • für das zweite Kind sind es 200 Euro über eine Bezugsdauer von zwölf Monaten,
  • ab dem dritten Kind erhalten die Eltern zwölf Monate lang 300 Euro.

Zu beantragen ist das Landeserziehungsgeld bei:
Zentrum Bayern, Familie und Soziales (ZBFS)
Servicezentrum Bayreuth
Hegelstr. 2
95447 Bayreuth
Tel: (0921) 605-2311
www.zbfs.bayern.de/behoerde/regionalstellen/oberfranken

Der Ehegattenunterhalt hat mit dem Kindesunterhalt nichts zu tun. Er dient ausschließlich dazu, den Bedarf eines Elternteils zu decken. Grundsätzlich gilt, dass beide Ehegatten eigenverantwortlich für den eigenen Lebensunterhalt sorgen sollen.

Ehegattenunterhalt wird nur bei verschiedenen vorliegenden Gründen gezahlt. Gründe können die Betreuung eines Kindes, Arbeitslosigkeit, Alter oder Krankheit sein.

Geschiedene Mütter und Väter haben einen Anspruch auf nachehelichen Betreuungsunterhalt, wenn wegen der Kinderbetreuung eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann. Dies gilt mindestens für drei Jahre nach der Geburt des Kindes. Der Anspruch auf Betreuungsunterhalt kann sich über das dritte Lebensjahr des Kindes hinaus verlängern, wenn im Rahmen einer Billigkeitsprüfung individuelle kindbezogene oder individuelle elternbezogene Gründe dies rechtfertigen (…).

Besteht kein Anspruch auf Betreuungsunterhalt, kann aber unter Umständen ein Anspruch auf Ehegattenunterhalt aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit gegeben sein. Die Berechnung des Ehegattenunterhalts ist in höherem Maß vom Einzelfall abhängig als der Kindesunterhalt, weil mehr Einzelfaktoren maßgeblich sind. In der Regel sollten Sie sich dazu frühzeitig von einer kompetenten Rechtsanwältin bzw. einem kompetenten Rechtsanwalt beraten lassen (…).

(Quelle: Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.;
https://www.vamv.de/allein-erziehen/existenzsicherung/ehegattenunterhalt.html)

Informationen hierüber erhalten Sie über die niedergelassenen Rechtsanwälte oder beim
Familiengericht beim Amtsgericht Bayreuth
Friedrichstr. 18
95444 Bayreuth
Tel: (0921) 5 04-0

Jedes minderjährige nicht verheiratete Kind hat einen Unterhaltsanspruch, unabhängig davon, ob seine Eltern miteinander verheiratet sind oder nicht. Zwischen 18 und 21 Jahren sind Kinder den minderjährigen Kindern gleichgestellt, wenn sie im Haushalt eines Elternteils leben und sich in der allgemeinen Schulausbildung befinden. Eltern sind ihren Kindern gegenüber grundsätzlich bis zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung unterhaltspflichtig.

Die Höhe des Kindesunterhalts bemisst sich nach dem Einkommen des barunterhaltspflichtigen Elternteils und dem Alter des Kindes. Die Grundlage für die Unterhaltsberechung bildet der gesetzlich definierte Mindestunterhalt nach § 1612 a BGB (siehe erste Zeile Düsseldorfer Tabelle www.olg-duesseldorf.nrw.de/infos/Duesseldorfer_tabelle/Tabelle-2015/index.php).

Siehe auch: Kapitel „Rechtliche Grundlagen“.

Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, leistet seinen Unterhalt durch die Pflege und Erziehung des Kindes und ist daher in der Regel nicht barunterhaltspflichtig. Der Elternteil, mit dem das Kind nicht zusammenlebt ist barunterhaltspflichtig.

Ein Unterhaltsanspruch ist nur durchsetzbar, wenn er tituliert ist. Das heißt, um den Unterhalt eintreiben zu können, muss ein vollstreckbarer Titel vorliegen, in Form eines Beschlusses, eines Urteils oder ähnlichem. Aus diesen Urkunden über Unterhaltszahlungen kann die Zwangsvollstreckung betrieben werden. Zwangsvollstreckung bedeutet, dass ein titulierter Anspruch, der vom Schuldner nicht freiwillig bezahlt wird, mithilfe eines staatlichen Verfahrens zwangsweise durchgesetzt wird.

(Quelle: Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.;
https://www.vamv.de/allein-erziehen/existenzsicherung/kindesunterhalt.html)

Rat und Unterstützung erhalten Sie über die niedergelassenen Rechtsanwälte oder bei den Jugendämtern:

Stadt Bayreuth
Amt für Kinder, Jugend, Familie und Integration
Dr.-Franz-Str. 6 (Rathaus II)
95445 Bayreuth
Tel: (0921) 25-0

Landratsamt Bayreuth
Kreisjugendamt
Markgrafenallee 5
95448 Bayreuth
Tel: (0921) 7 28-0

Eltern erhalten für ihr 1. und 2. Kind jeweils 190 Euro Kindergeld pro Monat. Für das dritte Kind beträgt das Kindergeld 196 Euro und für weitere Kinder 221 Euro. Kindergeld muss bei den Familienkassen der Arbeitsagenturen vor Ort schriftlich beantragt werden.

Kindergeld wird bis zum 18. Geburtstag ohne Rücksicht auf eigenes Einkommen bezahlt. Vom 18.-25. Lebensjahr muss sich das Kind für einen Anspruch auf Kindergeld in Ausbildung oder einem Erststudium befinden. Für Kinder, die wegen fehlendem Ausbildungsplatz eine Berufsausbildung nicht beginnen oder fortsetzen können, gelten die Regelungen für Kinder in der Ausbildung. Für arbeitslose Kinder wird bis zum 21. Lebensjahr Kindergeld gezahlt.

(Quelle: Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.; www.vamv.de/alein-erziehen/existenzsicherung/kindergeld.html)

Zu beantragen ist das Kindergeld bei der
Bundesagentur für Arbeit, Familienkasse Hof (zuständig für Stadt und Landkreis Bayreuth)
Ostpreußenstr. 16
95032 Hof
Tel: Kinder: (01801) 54 63 37 | Zahlung: (01801) 9 24 58 64

Das Kindergeld ist ein Bestandteil des Einkommensteuerrechts. Die meisten Eltern erhalten für ihre Kinder Kindergeld. Erst ab einem bestimmten (Brutto-)Einkommen (ab rund 33.000 Euro im Jahr bei Alleinerziehenden, ab rund 67.000 Euro im Jahr bei Verheirateten) treten an die Stelle des Kindergeldes die Freibeträge für Kinder. Was günstiger ist, berechnet das Finanzamt im Steuerbescheid. Mit beidem wird das Existenzminimum des Kindes steuerlich freigestellt.

(Quelle: Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.; www.vamv.de/allein erziehen/existenzsicherung/kindergeld.html)

Nähere Informationen hierüber erhalten Sie beim:
Finanzamt Bayreuth
Maximilianstr. 12-14
95444 Bayreuth
Tel: (0921) 6 09-0

Den Kinderzuschlag können einkommensschwache Eltern erhalten, die mit ihren unter 25-jährigen Kindern in einem Haushalt leben. Der Zuschlag wird auf Antrag und unbefristet gezahlt. Haben Sie Anspruch auf Kinderzuschlag, erhalten Sie für Ihre Kinder auch das Bildungspaket.

Anspruchsberechtigt sind die Eltern bzw. Elternteile, in deren Haushalt das Kind lebt und die für dieses Kind Kindergeld erhalten, wenn die monatlichen Einnahmen die Mindesteinkommensgrenze von 900 Euro für Elternpaare bzw. 600 Euro für Alleinerziehende erreichen und die Höchsteinkommensgrenze nicht überstiegen wird. Der Kinderzuschlag kann nicht gleichzeitig mit Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld beziehungsweise Leistungen der Sozialhilfe bezogen werden.

Die Höhe des Kinderzuschlags bemisst sich nach dem Einkommen und Vermögen der Eltern und der Kinder. Er beträgt seit 01.07.2016 höchstens 160 Euro/Monat je Kind. Der Kinderzu-schlag wird zusammen mit dem Kindergeld monatlich von der Familienkasse ausgezahlt.
Die Leistung wird längstens für 36 Monate gewährt.

Zusätzlich erhalten Alleinerziehende und Elternpaare ab dem Kalenderjahr 2009 jährlich für jedes Kind, für das im August Anspruch auf Kinderzuschlag besteht, eine zusätzliche Leistung für die Schule in Höhe von 100 Euro, sofern die Ausbildung nicht vergütet wird.

(Quelle: Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.; www.vamv.de/allein-erziehen/existenzsicherung/kinderzuschlag.html)

Der Kinderzuschlag muss gesondert schriftlich beantragt werden bei der
Bundesagentur für Arbeit
Familienkasse Hof
Ostpreußenstr. 16
95032 Hof
Tel: (01801) 54 63 37

Es gibt eine Vielfalt an Betreuungsangeboten, die allerdings alle kostenpflichtig sind. Die Kosten der Kinderbetreuung können steuerlich geltend gemacht werden: Eltern können zwei Drittel der Kosten für die Betreuung ihrer Kinder von der Geburt bis zum 14. Lebensjahr geltend machen bis zu einer Höhe von 4.000 Euro pro Jahr und Kind. Für die steuerliche Berücksichtigung bedarf es des Nachweises durch Rechnung und Kontozahlungsbeleg.

Nähere Informationen hierüber erhalten Sie beim
Finanzamt Bayreuth
Maximilianstr. 12-14
95444 Bayreuth
Tel: (0921) 6 09-0

Anträge auf Ermäßigung der Elternbeiträge können Sie im Bedarfsfall beim Jugendamt stellen.
(Quelle: Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.; www.vamv.de/allein-erziehen/kinderbetreuung.html | www.vamv.de/allein-erziehen/existenzsicherung/kindergeld.html)

Zu beantragen bei:
Stadt Bayreuth
Amt für Kinder, Jugend, Familie und Integration
Dr.-Franz-Str. 6 (Rathaus II)
95445 Bayreuth
Tel: (0921) 25-0

Landratsamt Bayreuth
Kreisjugendamt
Markgrafenallee 5
95448 Bayreuth
Tel: (0921) 728-0

Die Landesstiftung stellt schwangeren Frauen und Müttern mit Kleinkindern Beihilfen zur Verfügung, wenn sie sich in einer Notlage befinden. Unterstützungen sind auf die individuelle Situation der Antragstellerin abgestimmt. So können z.B. Beihilfen für Aufwendungen beantragt werden, die aus Anlass der Geburt eines Kindes entstehen. Ein Antrag muss erstmalig vor Geburt eines Kindes gestellt werden. Leistungen seitens der Landesstiftung sind einkommensabhängig und nachrangig gegenüber Leistungen der Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II.

Landesstiftungsgelder sind zu beantragen bei:

Staatl. anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen des Diakonischen Werkes
Kolpingstr. 1
95444 Bayreuth
Tel: (0921) 78 51 77 20

Staatl. anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen beim Landratsamt Bayreuth
Markgrafenallee 5
95448 Bayreuth
Tel: (0921) 728-0, -231, -232, -233

Berufstätige Frauen erhalten während des gesetzlichen Mutterschutzes (6 Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin und 8 bzw. bei Mehrlingsgeburten 12 Wochen danach) Mutterschaftsgeld. Bei vorzeitigen Entbindungen verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt um die Tage, die vor der Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnten. Somit haben alle Arbeitnehmerinnen einen Anspruch auf eine Mutterschutzfrist von insgesamt mindestens 14 Wochen.

Voraussetzung ist ein Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft oder aber es besteht ein Anspruch auf Krankengeld wegen Arbeitsunfähigkeit.

Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen, die mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind, erhalten Mutterschaftsgeld  von der Krankenkasse in Höhe von 13 Euro pro Tag und einen Arbeitgeberzuschuss in Höhe der Differenz zum durchschnittlichen Nettoarbeitsentgelt.

Zu beantragen ist das Mutterschaftsgeld bei der Krankenkasse und dem Arbeitgeber.

Die Hilfe zum Lebensunterhalt sichert Ihren Lebensunterhalt, wenn Sie bei Bedürftigkeit sonst keine Leistung erhalten.

Anspruchsberechtigt sind Personen im erwerbsfähigen Alter, denen vorübergehend keine Erwerbstätigkeit möglich ist, so z.B. Bezieher/innen einer Rente wegen Erwerbsminderung oder längerfristig Erkrankte. Nicht erwerbsfähig im Sinne der Sozialhilfe ist, wer wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit, d.h. länger als 6 Monate, außerstande ist, mindestens drei Stunden täglich zu arbeiten.

Die Höhe der Leistung liegt auf dem Niveau der Grundsicherung für Erwerbsfähige (ALG II).

Mehrbedarf können Sie geltend machen:

  • als Schwangere ab der 13. Schwangerschaftswoche
  • als Alleinerziehende/r abhängig vom Alter und der Anzahl der Kinder

Einmalige Leistungen sind bis auf wenige Ausnahmen mit in den Regelsatz einbezogen. Eine Ausnahme ist u.a. die Erstausstattung für Bekleidung bei Schwangerschaft und Geburt.

Zu beantragen ist die Sozialhilfe bei

Stadt Bayreuth
Sozialversicherungs- und Wohnungsamt
Dr.-Franz-Str. 6 (Rathaus II)
95445 Bayreuth
Tel: (0921) 25-0

Im Landkreis bei den zuständigen Gemeindeverwaltungen

Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende beträgt 1.308 Euro im Jahr. Er ist bereits in den Tarif der Steuerklasse II eingearbeitet, so dass Alleinerziehende bereits im laufenden Jahr weniger Steuern zahlen.

Alleinerziehende erhalten den Entlastungsbetrag bzw. die Steuerklasse II nur dann, wenn sie mit mindestens einem Kind, für das sie Kindergeld erhalten und ohne weitere erwachsene Person in einem Haushalt wohnen.

Nähere Informationen hierüber erhalten Sie beim

Finanzamt Bayreuth
Maximilianstr. 12-14
95444 Bayreuth
Tel: (0921) 6 09-0

Wenn Sie als Alleinerziehende/r vom anderen Elternteil keine, zu geringe oder keine regelmäßigen Unterhaltszahlungen für Ihr Kind bekommen, können Sie einen Antrag auf Zahlung von Unterhaltsvorschuss beim Jugendamt stellen (dies gilt auch bei ungeklärter Vaterschaft).

Das Jugendamt ist dann verpflichtet, die Vorschusszahlungen vom unterhaltspflichtigen Elternteil einzufordern. Der Unterhaltsvorschuss wird längstens für einen Zeitraum von 72 Monaten (6 Jahren) und bis zum 12. Lebensjahr des Kindes gewährt.

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses entspricht den untersten Beträgen in der Unterhaltstabelle (Regelbetragssatz) abzüglich der Hälfte des Erstkindergeldes.

Zu beantragen bei

Stadt Bayreuth
Amt für Kinder, Jugend, Familie und Integration
Dr.-Franz-Str. 6 (Rathaus II)
95445 Bayreuth
Tel: (0921) 25-0

Landratsamt Bayreuth
Kreisjugendamt
Markgrafenallee 5
95448 Bayreuth
Tel: (0921) 7 28-0

Leistungen für Hinterbliebene können aus der Renten-, Unfallversicherung oder aus der Beamtenversorgung gewährt werden. Bedingung für eine Rentenzahlung ist, dass der verstorbene Ehegatte Rente bezogen hat oder mindestens 60 Monate (die sog. Wartezeit) versichert war.

Anspruch auf Waisenrente haben leibliche und Adoptivkinder. Auch Stief- und Pflegekinder werden berücksichtigt, wenn sie im Haushalt des Verstorbenen gelebt haben. Ein Anspruch besteht in der Regel bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, unter bestimmten Voraussetzungen, wie z.B. Schul- und Berufsausbildung, bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres.

Antragstellung und Information:

bei allen Sozialversicherungsträgen

Das Wohngeld hilft Haushalten mit geringem Einkommen, die Wohnkosten zu tragen. Als Mieter/in erhalten Sie das Wohngeld als Mietzuschuss, als selbst nutzende Eigentümer/in erhalten Sie einen Lastenzuschuss. Ein Rechtsanspruch ist in der Regel abhängig von:

  • der Anzahl der zum Haushalt zu rechnenden Familienmitglieder,
  • der Höhe des Familieneinkommens
  • der Höhe der (berücksichtigungsfähigen) Miete oder Belastung.

Wenn Sie Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Sozialhilfe oder Grundsicherungsleistungen im Alter und bei Erwerbsminderung beziehen oder Mitglied einer Bedarfsgemeinschaft nach dem SGB II sind, können Sie kein Wohngeld beziehen, da Ihre Wohnkosten im Rahmen dieser Leistungen abgedeckt werden.

Wenn durch Einkommen und Wohngeld der Bedarf aller in der Bedarfsgemeinschaft lebender Mitglieder für einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens drei Monaten gedeckt ist, gilt das Wohngeld als vorrangige Leistung.

Zu beantragen ist das Wohngeld bei

Stadt Bayreuth
Sozialversicherungs- und Wohnungsamt
Dr.-Franz-Str. 6 (Rathaus II)
95445 Bayreuth
Tel: (0921) 25-0

Für den Landkreis:
Wohngeldstelle der zuständigen Gemeindeverwaltung