Stadt Bayreuth

16.03.2012

Wirtschaftsprognose 2012: Bayreuth setzt sich ab

IHK-Konjunkturumfrage belegt positiven Trend

Deutlich positiver als in anderen Teilregionen fallen die Beurteilungen der Unternehmer im Industrie- und Handelsgremium (IHG) Bayreuth aus. Der Konjunkturklima-Index der IHK, der Lage und Erwartungen darstellt, fiel zwar im Raum Bayreuth leicht von 137 auf aktuell 131 Punkte, liegt damit aber deutlich höher als in anderen Regionen.

Laut aktueller IHK-Umfrage beurteilen 53 Prozent der Unternehmer im Wirtschaftsraum Bayreuth die gegenwärtige Geschäftslage positiv, nur 7 Prozent negativ. Gegenüber dem Herbst 2011 ist die Einschätzung der Lage stabil geblieben, damals waren 60 Prozent mit der Geschftslage zufrieden und 4 Prozent unzufrieden. IHG-Vorsitzender Oliver Gießübel zeigt sich erfreut über die positive Einschätzung der Bayreuther Unternehmen. “Die Unternehmen im Wirtschaftsraum Bayreuth haben ein gutes Jahr hinter sich. Wir sind gut und solide aufgestellt.”

Insgesamt schwächt sich das Konjunkturklima 2012 dennoch etwas ab. Für rund 68 Prozent der Bayreuther Unternehmen stellen die gestiegenen Kosten, die nicht komplett an die Abnehmer weitergebeben werden können, ein Problem dar. Zugleich haben die gestiegenen Kosten negative Auswirkungen auf die Ertragslage. 20 Prozent der Unternehmen sind mit ihrer Ertragslage zufrieden, 27 Prozent dagegen nicht.

Große Zuversicht in Bayreuth

Während sich deutschlandweit ein nachlassender Optimismus bei der Wirtschaft ausbreitet, sind die Unternehmen im Bayreuther Raum erfreulich zuversichtlich. Hier rechnen 28 Prozent mit einer weiteren Verbesserung der Konjunkturlage und nur 10 Prozent mit einer Abkühlung. Dies liegt sicherlich auch am erwarteten Auftragseingang, denn sowohl beim Inlands- als auch beim Auslandsabsatz rechnen die Unternehmen mit  einem weiteren Zuwachs. Besonders optimistisch sind Unternehmen mit Wirtschaftsbeziehungen nach Russland.

Die Mehrzahl der Unternehmen rechnet deswegen auch mit einer weiter verbesserten Kapazitätsauslastung. “Die Bayreuther Unternehmen sind breit aufgestellt, beliefern sowohl Kunden im In-, als auch im Ausland”, so Gießübel. “Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren neue Märkte erschlossen, neben Abnehmern in Deutschland und im Euroraum gewinnen Kunden in den BRIC-Staaten, also Brasilien, Russland, Indien und China, aber auch in Ländern wie Südafrika, Nigeria, Mexiko, Vietnam oder Südkorea an Bedeutung.” Ein großes Hemmnis ist aus Sicht der Unternehmen jedoch die erwartete Kostenentwicklung vor allem bei den Energie- und Rohstoffpreisen.

(Quelle: Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth)