Stadt Bayreuth

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17.12.2010

Wohin mit dem Schnee?

Viel Arbeit für den Winterdienst des Stadtbauhofs

Der Stadtbauhof steckt derzeit mitten im Winterdienst.Dichter Flockenwirbel, eine nicht zu knappe Schneedecke, Tauwetter und Matsch, dann Verwehungen und schließlich gar wieder Neuschnee – es ist noch nicht Weihnachten, und doch hat der Winter hierzulande schon sein ganzes Spektrum gezeigt. Mittendrin:  der Winterdienst des Stadtbauhofs, der sich bemüht, der weißen Pracht Herr zu werden.  

Bis zu 150 Kräfte (auch aus dem Stadtgartenamt) werden zum Räumen und Streuen aufgeboten. Sie haben 20 Fahrzeuge zur Verfügung, je zur Hälfte kleinere und größere, von denen wiederum einige über eine maximale Schaufelbreite von vier Metern verfügen. An Übergängen, in der Fußgängerzone am Markt, an der ZOH und an den mehr als 300 Bushaltestellen sind die Handreiniger zugange.

Probleme im Miteinander von privaten und beruflichen Schneeschiebern tauchen zumeist dann auf, wenn die von den einen mühsam freigeschippten Einfahrten von den anderen wieder mit dem kalten Weiß zugeschoben werden. „Ich kann nur um Verständnis bitten. Manchmal gibt es für unsere Leute gar keine andere Möglichkeit, weil eben der Platz fehlt, wohin wir den Schnee schieben könnten“, sagt Bernd Sellheim, der Leiter des Stadtbauhofs. Das unselige Spielchen, dass der Schnee vom Bürgersteig auf die Straße gekehrt wird und wenig später wieder dort landet, wo er herkam, muss vielleicht nicht sein. Sellheim: „Wir können nur appellieren, ihn seitlich auf dem Gehweg anzuhäufen. Ideal wäre es, wenn ihn Hausbewohner in den angrenzenden Garten schieben oder schippen könnten.“

Zwei Schichten

Die städtischen Schneebekämpfer sind bei Bedarf in zwei Schichten von morgens um 3 Uhr bis abends um 9 im Einsatz. Diese Doppelschichten haben sich laut Sellheim gut bewährt. Er lobt die Bayreutherinnen und Bayreuther für ihre Kehr-Moral: „Meist wird von ihnen so gegen den Schnee vorgegangen, wie es die Straßenreinigungs- und sicherungsverordnung verlangt. Wer nicht räumt, erhält von uns ein Schreiben, in dem ihm diese Pflicht noch einmal vor Augen geführt wird.“

Werktags ab 7 Uhr, sonntags ab 8 Uhr und immer bis 20 Uhr ist demnach der Gehweg „in sicherem Zustand zu erhalten“, wie es heißt. Frei zu halten sind auch Abflussrinnen und Kanalschächte. Und gleich noch eine Passage aus der Verordnung: „Die Benutzung von Streusalz ist nur zur Beseitigung von besonderen Gefahrenlagen zulässig. Die Verwendung ist dabei auf das aus Gründen der Verkehrssicherheit notwendige Maß zu beschränken.“

Auch die städtischen Kräfte sind bemüht, nur so viel Salz wie unbedingt nötig zu streuen. Durch den Einsatz spezieller Fahrzeug- und Winterdiensttechnik konnten die benötigten Salzmengen in den vergangenen Jahren denn auch kontinuierlich reduziert werden. 700 Tonnen des schneefressenden Minerals können in Bayreuth gelagert werden, mehr als das Doppelte davon (1.550 Tonnen) wird trotz sparsamen Gebrauchs pro Jahr benötigt.

Mitten im Stau

Der GAU für den Stadtbauhof: Wenn starker Schneefall im Berufsverkehr einsetzt und die Räumfahrzeuge selbst im Stau stecken bleiben. Und auch der Wechsel zwischen Tauwetter und Gefrieren ist gefürchtet, sorgt er doch für äußerst schwierige Verhältnisse.

Bei der Reinigung vom Schnee und Eis hat die Sicherung der Haupteinfallstraßen Priorität. Es folgen die Hauptstraßen, verkehrswichtige und gefährliche Bereiche sowie die Strecken der öffentlichen Verkehrsmittel. Wohngebiete (in denen nur geräumt wird) kommen als letzte dran.

Die Müllabfuhr versucht, auch bei widrigen Bedingungen ihrer Arbeit hundertprozentig nachzukommen. „Doch dazu muss der Weg zu den Behältern gefahrlos zu benutzen sein“, sagt Sellheim. „Nach einigen Arbeitsunfällen von ausgerutschten Mitarbeitern werden notfalls Mülleimer gefüllt stehen gelassen, wenn sie nur über Schneeberge oder Eis erreichbar sind.“

Ansprechpartner:
Stadtbauhof, Am Bauhof 5, 95445 Bayreuth
Winterdienst
Tel.: (09 21) 25 – 18 50
Gehwegreinigung
Tel.: (09 21) 25 – 18 31

Die Straßenreinigungs- und -sicherungsverordnung finden Sie im Bayreuther Stadtrecht >>