Stadt Bayreuth

18.05.2015

Zukunftscoaches der EMN ziehen Bilanz

Seit zweieinhalb Jahren entwickeln die Zukunftscoaches in 16 Städten und Landkreisen der Metropolregion Nürnberg, darunter auch der Zukunftscoach der Region Bayreuth – Matthias Mörk, passgenaue Aktivitäten und Projekte, die den Kommunen vor Ort beim Management des demografischen Wandels helfen.
Ihre Bilanz zum Ende der ersten Projekt-Phase ist beeindruckend: Die Zukunftscoaches initiierten über 250 Einzel-Projekte und Qualifizierungen mit ca. 26.000 unmittelbaren Teilnehmern. Sie arbeiten in über 270 Netzwerken mit rund 7.000 Akteuren mit und organisierten über 350 Veranstaltungen, durch die 88.000 Personen erreicht wurden.

Hintergrund: Die Metropolregion Nürnberg ist in Teilen besonders vom demografischen Wandel betroffen. Die Bevölkerungsprognose des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung besagt: Bis 2032 wird die Bevölkerungszahl in der Metropolregion Nürnberg um 2,7 Prozent sinken. Das hat gravierende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Nach Prognosen des IHK-Fachkräftemonitors werden der Metropolregion Nürnberg im Jahr 2020 rund 90.000 Fachkräfte fehlen, im Jahr 2030 rund 160.000 Fachkräfte.

Die Zukunftscoaches stoßen Aktivitäten an, die hier gegensteuern: Es geht um die Aktivierung der „stillen Reserve“ (Frauen, Langzeitarbeitslose, ältere Beschäftigte etc.), um die Sensibilisierung der Unternehmen für die Herausforderungen des demografischen Wandels und um die Zukunftsfähigkeit der Firmen.

Die zentralen Zukunftscoaches in der Geschäftsstelle der Metropolregion organisieren den Erfahrungsaustausch unter den Zukunftscoaches. Erfolgreiche Projekte werden so schnell in der Region verbreitet. So ist ein funktionierendes Netzwerk für den gemeinsamen Arbeitsmarkt der Metropolregion Nürnberg entstanden. Bisher wurde das Programm Zukunftscoaches zu 70 Prozent vom bayerischen Sozialministerium unter Einbeziehung von Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Die restlichen Mittel bringen die Kommunen auf, bei denen die Zukunftscoaches tätig sind. In der zweiten Förderperiode sinkt die Förderquote allerdings auf 50 Prozent. Deswegen wurde in einigen Kommunen kein weiterer Förderantrag gestellt. In Bayreuth wird man sich zukünftig mittels einer neu geschaffenen Stelle, die im Amt für Wirtschaftsförderung angesiedelt wird, schwerpunktmäßig mit dem Thema der Fachkräftesicherung und der Internationalisierung des Wirtschaftsstandortes Bayreuth befassen.

Das erfolgreiche Netzwerk wird dennoch weitergeführt, unabhängig davon, ob die Beteiligten vom ESF gefördert werden oder nicht. Es wurden neue Handlungsfelder erarbeitet, drei wichtige Arbeitsfelder stehen dabei heute im Vordergrund: die Optimierung der kommunalen Bildungslandschaft, die Entwicklung einer echten Willkommenskultur und ein regionales Generationenmanagement.

Weitere Informationen und News über das Thema in die Region Bayreuth bzw. in der Metropolregion Nürnberg finden Sie hier:
www.region-bayreuth.de/Arbeit-Bildung/Zukunftscoach
www.zukunftscoaches.de