Stadt Bayreuth

09.11.2012

Zukunftsthema Biotech-Seide

Staatssekretärin übergibt Förderbescheid an Universität Bayreuth
Pressemitteilung
München, 08. November 2012

Huml: Universität Bayreuth erforscht Zukunftsthema Biotech-Seide

Staatssekretärin übergibt Förderbescheid an Universität Bayreuth

Ein neues Forschungsprojekt der Universität Bayreuth beschäftigt sich mit  den biotechnischen Möglichkeiten zur Herstellung von Seidenproteinen der Florfliege, einer in Mitteleuropa weitverbreiteten Fliegenart. Die Bayerische Umweltstaatssekretärin Melanie Huml betonte bei der Übergabe des Förderbescheids an die Universität Bayreuth: „Bayreuth ist anerkanntes Zentrum für angewandte Naturwissenschaften. Die Forscher der Universität Bayreuth konnten im Labor Florfliegenseide nachbauen, das dem natürlichen Vorbild sehr nahe kommt. Diese spannende Forschung wollen wir weiter unterstützen.“ Das Bayerische Umweltministerium fördert das Projekt mit knapp 300.000 Euro.

Wie Spinnenseide sind die Florfliegenfäden um ein Vielfaches dünner als Haare, elastisch und reißfest, dabei aber biegesteif. Damit sind sie für spezielle Anwendungen besonders interessant. Huml erklärt: „Auf Florfliegenseide können sich zum Beispiel kaum Bakterien ansiedeln. Diese Eigenschaft macht sie besonders für die Medizin reizvoll.“ Die künstlichen Seidenproteine können aber auch zu innovativen Fasern und Beschichtungen, hauchdünnen Filmen oder winzigen Kapseln weiterverarbeitet werden, etwa im Automobil- und Flugzeugbau, in der Kunststoffindustrie, der pharmazeutischen Industrie und der Kosmetik.  

Um noch mehr Errungenschaften der Natur für den Alltag nutzbar zu machen, will der Freistaat Bayern die Bionik-Forschung weiter voranbringen. Allein acht Millionen Euro aus der Zukunftsinitiative „Aufbruch Bayern“ fließen deshalb in das Bionicum in Nürnberg, das Bionikforschung an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg und der Universität Erlangen-Nürnberg mit Umweltbildung im Tiergarten Nürnberg verknüpft. „Der Ideenreichtum und Erfindergeist in der Natur ist unendlich groß. Dies müssen wir uns künftig mehr zunutze machen, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern“, so Huml.  

Weitere Informationen unter www.umweltinformation.bayern.de