Stadt Bayreuth

IM FOKUS

06.07.2015

Zwei Ausstellungen des Kunstvereins im Juli

65. Bayreuther Kunstausstellung in der Eremitage – 9. Sonderausstellung „Junge Kunst“ im Kunstmuseum
Kunstwerk von Anna HandickDer Kunstverein Bayreuth e. V. präsentiert im Juli zwei Ausstellungen: Am 5. Juli wird die traditionelle Bayreuther Kunstausstellung in der Eremitage eröffnet, ab 12. Juli sind Werke von Anna Handick im Rahmen der Sonderausstellung „Junge Kunst“ im Kunstkabinett im Alten Rathaus zu sehen.

65. Bayreuther Kunstausstellung
Wegen der nachfolgenden China-Ausstellung beginnt die traditionelle Bayreuther Kunstausstellung dieses Jahr ungewöhnlich früh. Die Eröffnung beginnt am Sonntag, 5. Juli, um 11 Uhr, mit der Verleihung des PEMA-Kunstpreises. Bereits ab 10.15 Uhr gibt es eine musikalische Matinee des Orchestervereins unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Reinhard. Die Finissage am 9. August, um 15 Uhr, wird musikalisch umrahmt von der Formation „Eventuell“. Geöffnet ist die Ausstellung im Neuen Schloss der Eremitage Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Anna Handick „Tronatra“
Die Nürnberger Künstlerin Anna Handick findet ihre Vorbilder in der Natur. Sie übernimmt Elemente, transformiert und modifiziert sie. Durch die Herauslösung aus dem natürlichen Umfeld und die Präsentation im Ausstellungsraum thematisiert sie Formen des Zusammen- und Überlebens und von Beziehungen. Ihrer Zeichnung und Skulptur gemein ist das Prinzip der Wiederholung von gleichartigen Formen, die sich zu Strukturen, Kolonien, Populationen zusammenfinden und sich über den Bildraum bzw. den reellen Raum ausbreiten, ihn in einer schlichten Beharrlichkeit für sich beanspruchen. Die meisten ihrer plastischen Arbeiten bewegen sich zwischen Installation und Objekt. Ein besonderes Augenmerk legt sie auf die Verwendung von Materialien, die ein Gefühl und Interesse für die Haptik beim Betrachter hervorrufen. Die Arbeit soll nicht nur räumlich, sondern auch sinnlich wahrgenommen werden können. Die verschiedenen Wuchsformen und Verbreitungsstrategien spiegeln für sie menschliche Verhaltensweisen wieder und verweisen auf den Erfolg beharrlicher scheinbar unbemerkter Veränderung und Andersartigkeit (Subversivität).

Ihre Zeichnungen fertigt sie fast ausschließlich mit schwarzer Tusche auf Papier an. Auch die Haptik und Eigenstruktur des Papiers spielt in den Zeichnungen eine Rolle. In ihrer Kunst interessiert sie das Ambivalente, die Zwischentöne zwischen Schwarz und Weiß, das Vertraute im Fremden und die Beunruhigung im Schönen sowie das Schöne in der Bedrohung.

Die Eröffnung findet am Sonntag, 12. Juli, um 11 Uhr, im Kunstkabinett im Alten Rathaus. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.

www.kunstverein-bayreuth.de