Stadt Bayreuth

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10.09.2009

Zwei Durchläufe bei der Auswertung

Bundestagswahl: Wähler erhalten nur noch einen Stimmzettel

1 aus 7 und 1 aus 19 – das ist kein neues gewinnträchtiges Lotto, sondern die Formel für die Bundestagswahl am 27. September. Jeder wahlberechtigte Bundesbürger hat dann zwei Stimmen, kann seine Favoriten aus sieben Direktkandidaten für den Wahlkreis 237 und aus 19 antretenden Parteien bestimmen.

„Im Gegensatz zur Europawahl im Juni umfasst der Wahlkreis Bayreuth diesmal neben der Stadt auch den gesamten Landkreis Bayreuth und einige Gemeinden im Landkreis Forchheim wie die Verwaltungsgemeinschaften Ebermannstadt und Gräfenberg“, berichtet Horst Mader, der Leiter des Einwohner- und Wahlamtes der Stadt Bayreuth. In 370 Wahllokalen – davon die bewährten 73 plus 17 für Briefwähler in der Stadt – wird abgestimmt. Rund 56.000 Bürger sind in der Stadt Bayreuth zur Wahl aufgerufen, dazu kommen noch einmal mehr als 100.000 in den beiden erwähnten Landkreisen.

Das erste Mal

Bei den Bundestagswahlen 2005 gab es im Wahlkreis Bayreuth eine Beteiligung von 77,61 Prozent nach stolzen 81,25 Prozent weitere vier Jahre zuvor. In ganz Deutschland sind rund 62,2 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen, davon sind etwa 3,5 Millioen Erstwähler. Es gibt insgesamt 299 Wahlkreise, davon 45 in Bayern (9,3 Millionen Wähler).

Nur einen Stimmzettel

Neu ist, dass die Wähler diesmal nur einen Stimmzettel erhalten. Auf der linken Seite müssen sie ihre Kennzeichnung beim Bewerber machen, der den Wahlkreis im Berliner Bundestag vertreten soll, auf der rechten Seite entscheiden sie mit der Wahl einer Partei über die Zusammensetzung des Plenums. Mader: „Die Auswertung des kombinierten Stimmzettels ist für uns etwas umständlicher, weil er zweimal sortiert und zweimal gezählt werden muss, zuerst nach Parteien und anschließend nach Bewerbern.“

Denn es ist ja auch ein Splitten der Entscheidung möglich, indem man etwa für den Direktkandidaten von Partei X stimmt, aber andererseits die Partei Y wählt. Dazu kommt für die 630 Wahlhelfer der Stadt Bayreuth das Erkennen, ob ein Stimmzettel nicht vielleicht falsch ausgefüllt wurde und somit ungültig ist. In der Regel sind wieder sieben Helfer pro Wahllokal eingesetzt, die während der Abstimmung in zwei Schichten aktiv sind und beim Auszählen alle benötigt werden. Eingewiesen werden die Wahlhelfer erst drei Tage vor der Abstimmung. „Dann sind die Informationen am Sonntag gewiss noch präsent“, erklärt Horst Mader dazu.

Wegen der umfangreichen Vorbereitungs- und Durchführungsabeiten der Bundestagswahl besteht für seine unmittelbaren Mitarbeiter im Amt seit Anfang August Urlaubssperre.

In vier Wahlbezirken und einem Briefwahlbereich der Stadt Bayreuth unterscheiden sich die Stimmzettel übrigens von den normalen. In diesen Wahlbezirken werden zehn verschiedene nach fünf Altersgruppen und dem Geschlecht gekennzeichnete Stimmzettel (Großbuchstaben A bis K in der linken oberen Ecke) ausgegeben. Rechtsgrundlage hierfür ist das Wahlstatistikgesetz, das eine anonyme Auswertung gewährleistet. Diese Stimmzettel werden – wie auch früher schon – für eine repräsentative Statistik über das Wählerverhalten benötigt.

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