Stadt Bayreuth

15.05.2018

11. Tag der Logistik in Bayreuth: Thema “Urbane Logistik” – eine Nachlese

Am 19. April 2018 hatten die IHK Oberfranken Bayreuth und die Stadt Bayreuth in Zusammenarbeit mit weiteren Kooperationspartnern zum 11. Tag der Logistik unter dem Motto „Deutsche Post und Logistik – Traditionell innovativ“ eingeladen. Zahlreiche interessierte Unternehmer und Fachleute aus der Region sind der Einladung ins Briefzentrum der Niederlassung Bayreuth der Deutsche Post AG gefolgt. Nach interessanten Fachvorträgen zur Themen der “urbanen Logistik” gab es die Möglichkeit bei der E-Mobil-Schau und dem Besuch im Briefzentrum einen Einblick in die High-Tech-Welt der Postverteilung und -zustellung zu bekommen.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, IHK-Hauptgeschäftsführerin Gabriele Hohenner sowie die Gastgeberin Marianne Lentner-Hompesch, Leiterin der Niederlassung Bayreuth der Deutsche Post AG begrüßten die Gäste und stimmten die Teilnehmer auf die Fragestellungen der urbanen Logistik und E-Mobilität als einen Ansatzpunkt für eine umwelt- und stadtverträglichere Alternative bei Lieferverkehren ein.
Die Deutsche Post DHL ist einer sind eine der wichtigsten und innovativsten Akteure, wenn es um die Fragen des innerstädtischen Lieferverkehrs und der so gennannten „Letzten Meile“ geht. Dies verdeutlichte sehr eindrucksvoll der Imagefilm des Unternehmens. Er machte Lust darauf, sich im Anschluss an die Fachvorträge die elektromobilen Fahrzeuge und die High-Tech-Welt Briefzentrum anzusehen.

 

 

Die Fachvorträge starteten mit Dag Rüdiger von der LNC LogisticNetwork Consultants GmbH, der den Gästen mit dem Vortag „Entwicklungen in der urbanen Logistik und Ansätze für Bayreuth“ die generelle Problematik und zugleich mögliche Lösungen vorstellte.

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Die LNC GmbH ist ein unabhängiges, internationales Beratungsunternehmen im Bereich Mobilität und Logistik mit Standorten in Hannover und Berlin. In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) aus Dortmund erstellt man aktuell eine Untersuchung über die Veränderung des gewerblichen Lieferverkehrs und dessen Auswirkungen auf die städtische Logistik im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Diese Studie betrachtet explizit nicht nur Großstädte und Metropolen, sondern mit Bayreuth als Modellstadt auch Mittelstädte.

Derzeit laufen noch die Erhebungen für die Verkehrsmodelle, in die eine Vielzahl statistischer Größen einfließen werden. Ziel ist es den Gemeinden verschiedener Größe eine Tool-Box mit alternativen Lösungsansätzen für an die Hand zu geben und aufzuzeigen wie Ansätze aus Großstädten wie Mikro-Depots oder Lasträder übertragen werden können.

Welche Ansätze es bereits jetzt in Bayreuth für eine alternative Mobilität gibt, erläuterte Günter Finzel von der Stabsstelle Strukturentwicklung der Stadt Bayreuth mit dem Werkstattbericht „Neue Mobilität in Bayreuth“. Er ist derzeit zugleich Geschäftsführer des Forums Verkehr und Planung der Europäischen Metropolregion Nürnberg und hat somit einen sehr guten Einblick in das Thema.

In Bayreuth drehten sich die Fragen bislang weniger um die Lieferverkehre als um den Personenverkehr. Aber die Informationsblätter der Stadtwerke Bayreuth und der Innung für Elektro- und Informationstechnik Bayreuth, die Sie am Ende das Berichts auch zum Download finden, sind auch für Gewerbetreibende, die ihre Logistik mittels alternativen Antrieben umgestalten wollen, hilfreich und informativ

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Die Zahl der öffentlichen Stromtankstellen in Bayreuth wächst, und Bayreuth wird einer von 100 Standorten in Deutschland sein, der bis zum Jahr 2019 nahe der Autobahn-Ausfahrt Bayreuth-Nord eine Wasserstoff-Tankstelle erhält.
Passend zum Thema des diesjährigen Tags der Logistik wurde eben an diesem Tag bekannt, dass die Universität Bayreuth ein Entwicklungs-Zentrum für Batterietechnik bekommen wird. Da die deutsche Automobilwirtschaft bei der Batterietechnik noch hohen Entwicklungsbedarf hat und die Branche in Oberfranken, mit mehr als 200 Kfz-Zulieferern, eine hohe Bedeutung hat, ein strategisch gute Entscheidung.

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Die Vorträge schloss Markus Döhn aus dem Bereich E-Mobilität/GoGreen der Deutsche Post AG ab. Sein Vortrag „Die Deutsche Post stellt sich vor – E-Mobilität, innerstädtische Logistik, Last Mile“ war eine sehr gute Überleitung auch zum „Erlebnis“-Part des Tages.

Täglich mit den Herausforderungen der innerstädtischen Logistik bei der Paket- und Briefzustellung konfrontiert, wurden von der Deutschen Post AG frühzeitig alternative Konzepte entwickelt. Das sichtbarste ist der StreetScooter, der von DHL selbst entwickelte Elektrotransporter, der inzwischen auch bei anderen Gewerbetreibenden zum Einsatz kommt. Mehrere Fahrzeuge standen vor Ort bereit und konnten von den Teilnehmern besichtigt werden. Neben der Erfolgsgeschichte des StreetScooter ging Markus Döhn auch auf neue Konzepte bei der Zustellung und auf mobile City-Hub-Lösungen ein. So kann die Deutsche Post AG in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen entsprechend der lokalen Gegebenheiten zukünftig flexibel agieren.

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Anlieferung
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Nach den Fachvorträgen und einer kleinen Stärkung beim get together ging es in drei Gruppen erst zu der E-Mobil-Schau und abschließend ins Briefzentrum, in dem ab 18 Uhr der Betrieb für die Nacht startete. Die größtenteils unsortiert angelieferten Briefe, vom fein säuberlich beschrifteten Standardbrief bis hin zum unförmigen Großbrief fanden hier in beindruckender Geschwindigkeit über Handsortierung und High-Tech-Sortiermaschinen ihre gelbe Box mit dem richtigen Bestimmungsort in der ganzen Welt.

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Freigegebene Informationen der Referenten finden Sie hier zum Download:

Werkstattbericht „Neue Mobilität in Bayreuth“
Günter Finzel, Stabsstelle Strukturentwicklung, Stadt Bayreuth

Informationsblätter:

 

Die Deutsche Post stellt sich vor – E-Mobilität, innerstädtische Logistik, Last Mile
Markus Döhn, Deutsche Post AG, Projekt GoGreen

 

Bilder: Stadt Bayreuth, Deutsche Post AG