Stadt Bayreuth

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14.09.2018

Bamberger Symphoniker geben Konzert im Markgräflichen Opernhaus

Auf dem Programm stehen Werke von Elgar, Britten und Mendelssohn-Bartholdy

Im Jahr der Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses steht im Herbst noch ein ganz besonderes Highlight auf dem Bayreuther Veranstaltungsprogramm: Auf Einladung der Stadt Bayreuth geben die Bamberger Symphoniker am Mittwoch, 19. September, um 19.30 Uhr, ein Konzert im wunderschönen Ambiente des UNESCO-Weltkulturerbes.

Die Bamberger Symphoniker gastieren am 19. September im Markgräflichen Opernhaus. | Foto: Andreas Herzau

Auf dem Programm stehen die Serenade von Edward Elgar, die Serenade für Tenor (Jeremy Ovenden), Horn (Christoph Eß) und Streicher von Benjamin Britten und die Schottische Symphonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Bamberg Symphoniker geben das Konzert unter der Leitung von Gastdirigent Paul McCreesh.

Ein Kulturbotschafter für ganz Deutschland

Die Bamberger Symphoniker begeistern seit 1946 ihr Publikum weltweit mit ihrem charakteristisch dunklen, runden und strahlenden Klang. Mit weit mehr als 7000 Konzerten in über 500 Städten und 63 Ländern sind sie seitdem als Bayerische Staatsphilharmonie zum Kulturbotschafter ganz Deutschlands geworden und regelmäßig weltweit unterwegs.

Die Umstände ihrer Gründung machen die Bamberger Symphoniker zu einem Spiegel der deutschen Geschichte: 1946 trafen ehemalige Mitglieder des Deutschen Philharmonischen Orchesters Prag in Bamberg auf Musikerkollegen, die ebenfalls infolge der Kriegs- und Nachkriegswirren aus ihrer Heimat hatten fliehen müssen, und gründeten das »Bamberger Tonkünstlerorchester«, kurze Zeit später umbenannt in Bamberger Symphoniker. Ausgehend von dem Prager Orchester lassen sich Traditionslinien bis ins 19. und 18. Jahrhundert ziehen. Damit reichen die Wurzeln der Bamberger Symphoniker zurück bis zu Mahler und Mozart.

Mit dem Tschechen Jakub Hrůša, seit September 2016 fünfter Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, spannt sich nun, mehr als sieben Jahrzehnte nach der Orchestergründung, wieder eine Brücke zwischen den geschichtlichen Wurzeln der Bamberger Symphoniker und ihrem Heute. Im wiedereröffneten Markgräflichen Opernhaus konzertiert das Ensemble unter der Leitung von Gastdirigenten Paul McCreesh. Er hat mit vielen weltbekannten Ensembles gearbeitet, unter anderem dem Leipziger Gewandhausorchester oder der Sydney Symphony. McCreesh gründete 1982 das Gabrieli Consort und ist seitdem sein künstlerischer Leiter. 2017 / 2018 trat er mit dem Wiener Kammerorchester bei den Haydn-Festspielen im Burgenland auf.

Christoph Eß. | Hendrik Steffens
Paul McCreesh. | Foto: Ben Wright
Jeremy Ovenden | Foto: Luca Sage
Jeremy Ovenden. | Foto: Luca Sage

Die Solisten

Solist Christoph Eß gilt heute als einer der führenden Hornisten seiner Generation. Neben seiner Tätigkeit als Solohornist der Bamberger Symphoniker ist er Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe und tritt zudem als gefragter Solist und Kammermusiker in Erscheinung. Gemeinsam mit drei Studienkollegen gründete er 2009 das Hornquartett „german hornsound“.

Der britische Tenor Jeremy Ovenden erhielt seine Ausbildung am Royal College of Music. 1994 gewann er den Preis der Ian-Fleming-Stiftung, der es ihm ermöglichte, sein Studium bei Niccolai Gedda fortzusetzen. Jeremy Ovenden ist regelmäßig Gast auf internationalen Bühnen, wie der Staatsoper Berlin, Covent Garden oder der Mailänder Scala. Er hat bereits viele Male mit dem Dirigenten des Konzerts, Paul McCreesh, zusammengearbeitet.