Stadt Bayreuth

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23.02.2018

Bayreuther Residenztage im Markgräflichen Opernhaus

Vom 17. bis 29. April im wiedereröffneten UNESCO-Welterbe sowie im Neuen Schloss

Im April 2018, nach sechs Jahren aufwendiger Sanierung und Restaurierung, heißt es „Vorhang auf!“ zur feierlichen Wiedereröffnung des Markgräflichen Opernhauses Bayreuth. Die barocke Pracht des Markgräflichen Opernhauses ist monumentales Zeugnis einer langen Theatertradition im Markgräflichen Bayreuth. 1745 begann die Planungsphase dieses Monuments europäischer Fest- und Musikkultur auf Wunsch der theater- und musikbegeisterten Königstochter Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth.

Blick in den Innenraum des Markgräflichen Opernhauses in Bayreuth: Foto: Bayerische Schlösserverwaltung

Um ihre Vorstellungen eines Opernhauses umsetzen zu lassen, beauftragte Sie europaweit bekannte Künstler und Architekten: Für den Außenbau Hofarchitekt Joseph St. Pierre, dessen Familie aus dem Piemont stammte und der in Bayreuth unter anderem auch das Neue Schloss errichtete. Die Innenausstattung lag in der Hand des Theaterarchitekten Guiseppe Galli Bibiena, dem bedeutendsten Theaterarchitekten seiner Zeit. Gemeinsam mit seinem Sohn Carlo  kreierte dieser mit dem Zuschauerraum eine der spektakulärsten Schöpfungen der europäischen Festarchitektur des Barock.

Auf der Liste des Welterbes der Menschheit

Seit dem 30. Juni 2012 steht das Markgräfliche Opernhaus auf der Liste des Welterbes der Menschheit. „Das Markgräfliche Opernhaus ist das weltweit bedeutendste und besterhaltene Beispiel barocker Theaterarchitektur“, so begründete die UNESCO ihre Entscheidung. Dass die als ephemer, also vergänglich, geplante Architektur des berühmten Theaterarchitekten Giuseppe Galli Bibiena und seines Sohnes Carlo die Zeit beinahe unverändert überstanden hat, ist ein einzigartiger Glücksfall. Nur in Bayreuth lassen sich die Illusionskunst und handwerkliche Technik der italienischen Meister bis ins kleinste Detail studieren.

Zur Eröffnung eine Oper von Johann Adolph Hasse

Im September 1748 wurde das Opernhaus anlässlich der Hochzeit der einzigen Tochter des Markgrafenpaares, Prinzessin Elisabeth Friederike Sophie, mit Aufführungen der Opern „Il trionfo d’Ezio“ und „Artaserse“ feierlich eröffnet. Die Musik stammte von Johann Adolph Hasse, der Komposition in Italien studiert hatte, das Libretto zum „Ezio“ vom Italiener Pietro Metastasio, dem wohl berühmten Librettisten der Operngeschichte.

Hasses Werk bringt die Bayerische Theaterakademie August Everding mit der Bayerischen Schlösserverwaltung nun erneut auf die Bühne des Opernhauses. Öffentliche Aufführungstermine sind am 14. und 15. April 2018. Nach den Aufführungen in Bayreuth gibt es am 11., 13. und 15. Mai 2018 Aufführungen dieser Produktion im Cuvilliés-Theater in München. Unter dem Motto »Vorhang auf!« lädt die Bayerische Schlösserverwaltung anschließend vom 17. bis zum 29. April mit einem bunten Programm für die ganze Familie zu den Bayreuther Residenztagen im Markgräflichen Opernhaus und im Neuen Schloss Bayreuth ein.

Alle Infos zum Opernhaus, den Bayreuther Residenztagen sowie den Opernaufführungen finden Sie unter www.bayreuth-wilhelmine.de. Erste Einblicke ins Opernhaus erhalten Sie in diesem Video.

(Quelle: Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen)