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08.03.2019

Empfang im Rathaus zum internationalen Frauentag

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März fand im Neuen Rathaus auf Einladung von Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe ein Empfang für Bayreuths Bürgerinnen statt. Die städtische Sozialreferentin, Manuela Brozat, gestaltete unter dem Titel „Stationen meines Lebens“ den Hauptvortrag des Empfangs.

Empfang im Rathaus zum Internationalen Frauentag (vordere Reihe von links): Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Irene Münch, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, 3. Bürgermeisterin Dr. Beate Kuhn, Sozialreferentin Manuela Brozat sowie die beiden Stadträtinnen Ulrike Gote und Sabine Steininger. | Foto: Stadt Bayreuth

Ist der Weltfrauentag ein Ritual, das einmal im Jahr dazu gehört und dann kein aktuelles Thema mehr ist? Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe verneinte dies in ihrer Begrüßung. Der Weltfrauentag sei eine gute Gelegenheit auf Umstände hinzuweisen, „die in vielen Bereichen noch immer zu unserer Gegenwart gehören, obwohl wir gerne glauben, diese längst abgeschüttelt zu haben“.

Familienfreundlichkeit entscheidet über Zukunftsfähigkeit

Merk-Erbe erinnerte an Altkanzler Gerhard Schröder, der vor mehr als 20 Jahren das Ministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend als „Familien und Gedöns“ abgekürzt hatte. Heute sei „Familien und Gedöns“ für jede Kommune, für jedes Bundesland wie auch für das gesamte Land ein Bereich, der mit über die Zukunftsfähigkeit entscheide. „Bayreuth hat sich dem Thema Kinder- und Familienfreundlichkeit frühzeitig gewidmet und wird heute, verschiedene Rankings zeigen dies, als besonders kinder- und familienfreundlich wahrgenommen“, so die Oberbürgermeisterin.

„Alle Parteien wissen, Frauen – immerhin die Hälfte der Wählerschaft – bevorzugen Gruppierungen, die auch Frauen auf den Listen, auf ausichtsreichen Plätzen oder in Spitzenfunktionen haben“, betonte Merk-Erbe. Daher werde schon aus strategischen Gründen darauf geachtet, dass zumindest die Optik entsteht, die vermuten lasse, dass Frauen eine Chance bei dieser oder jener Gruppierung haben. „Wenn es jedoch darum geht, tatsächlich Macht abzugeben, wird es für Frauen oft schwierig.“ Wer einmal in den Bundestag, den Landtag oder in den Stadtrat schaue, der könne sofort erkennen, dass bei vielen Gruppierungen die Bereitschaft Frauen stärker zu beteiligen, nicht überall sehr ausgeprägt sei.