Stadt Bayreuth

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20.02.2018

Finale mit Christian Thielemann

9. Internationaler FRANZ LISZT Klavierwettbewerb Weimar – Bayreuth diesmal mit Vorauswahl

Erstmals in der Geschichte des Internationalen Franz-Liszt-Klavierwettbewerbs Weimar – Bayreuth wird es eine Vorauswahl geben. Zum letzten Wettstreit 2015 hatten sich knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet, beim diesjährigen 9. Wettbewerb vom 30. Oktober bis 10. November 2018 werden nur etwa 40 Einladungen durch die Aufnahmekommission ausgesprochen werden. Anmeldeschluss für die Vorauswahl ist der 15. März. Nähere Informationen zum Bewerbungsverfahren gibt es unter www.hfm-weimar.de/liszt. Erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs dirigiert Maestro Christian Thielemann das Finalkonzert.

Christian Thielemann | Foto: Maik Schuck

Budapest, Utrecht – und Weimar: Längst ist der in Kooperation mit der Stadt Bayreuth ausgerichtete Liszt-Wettbewerb einer der drei international bedeutsamsten, die das Werk Franz Liszts ins Zentrum des Leistungsvergleichs stellen. Zum 9. Mal laden nun die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und die Stadt Bayreuth dazu ein: Während die erste Wertungsrunde in der Wagner-Stadt ausgerichtet wird, zieht der Wettbewerb für die weiteren Wertungsrunden nach Weimar um. Das Finalkonzert am 9. November mit der Staatskapelle Weimar sowie Lehrenden und Studierenden der Hochschule wird von Maestro Christian Thielemann geleitet – dem Ehrendoktor der Weimarer Musikhochschule.

Eröffnungskonzert im Markgräflichen Opernhaus

Das Eröffnungskonzert des Wettbewerbs findet mit dem jungen Shooting-Star Kit Armstrong am 30. Oktober, um 20 Uhr, im Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth statt. Nach der ersten Runde im Richard-Wagner-Saal der Musikschule Bayreuth (31. Oktober bis 3. November) wird der Wettstreit mit der zweiten Runde (5./6. November) sowie dem Semifinale (7. November) im Festsaal Fürstenhaus der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar fortgesetzt. Das Finalkonzert am 9. November in der Weimarhalle ist zugleich die letzte, finale Wertungsrunde mit Orchester. Es schließt sich das Preisträgerkonzert in Bayreuth am 10. November an.

International besetzte Jury

Die international besetzte Jury unter Vorsitz der Weimarer Klavierprofessorin Gerlinde Otto entscheidet dann, wer im Finale in der Weimarhalle mit der Staatskapelle Weimar Liszts Klavierkonzerte bzw. den „Totentanz“ aufführen darf. Zur Jury gehören neben Gerlinde Otto auch Rolf-Dieter Arens (Deutschland), Aquiles delle Vigne (Belgien), Wolfgang Döberlein (Deutschland), Gabriel Kwok (Hongkong), Muza Rubackyte (Litauen), Natalia Trull (Russland), Makoto Ueno (Japan) und Michael Wladkowski (Frankreich).

Der obliegt auch die Entscheidung, die Preise im Gesamtwert von 25.000 Euro an die größten Talente zu vergeben. Der 1. Preis des Wettbewerbs ist mit 12.000 Euro, der 2. Preis mit 8.000 Euro und der 3. Preis mit 5.000 Euro dotiert. Hinzu kommen Sonderpreise und Anschlusskonzerte.

Das verlangte Wettbewerbs-Repertoire legt in allen Wertungsrunden einen deutlichen Fokus auf das Klavierwerk Franz Liszts. Ausnahmen sind in der ersten Runde Werke von Bach und Debussy sowie in der zweiten Runde eine Haydn-Sonate und ein weiteres Werk von Debussy. Aus dem Oeuvre Liszts erklingen unter anderem Liedtranskriptionen, Etüden, weitere Werke nach Wahl. Liszts majestätische h-Moll-Sonate ist der alleinige Programmpunkt im Semifinale, im Finale erklingen seine Klavierkonzerte bzw. der „Totentanz“.

Der vor 24 Jahren von der Weimarer Musikhochschule ins Leben gerufene Wettbewerb wird maßgeblich vom Freistaat Thüringen, von der Stadt Bayreuth und der Oberfrankenstiftung finanziert. Unterstützung leistet auch die Neue Liszt Stiftung Weimar. Die künstlerische Leitung übernimmt Prof. Gerlinde Otto.