Stadt Bayreuth

18.07.2018

Impulsveranstaltung “Zwischennutzung als Chance für Leerstände” – ein Nachbericht

Am 09. Juli fand eine Impulsveranstaltung zum Thema „Zwischennutzung als Chance für Leerstände“, organisiert von der Wirtschaftsförderung sowie der Stadtplanung der Stadt Bayreuth, dem Innenstadtmanagement der Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH sowie weiteren Kooperationspartnern, statt. Als Zielgruppen waren v.a. Vertreter der Immobilienbranche, Eigentümer von Leerständen aber auch Vertreter Kulturszene und Kreativwirtschaft geladen und in erfreulich hoher Zahl gekommen. Durch die Veranstaltung sollten Ansätze aufgezeigt werden, wie Leerstände über Zwischenlösungen auch für eine neue Dauernutzung attraktiver gemacht werden können.

Die Moderation der Veranstaltung übernahm Eva Rundholz, Beauftragte für Regionalentwicklung bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Bayreuth und Dr. Manuel Becher, Geschäftsführer der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH. Beide fachlich eng mit dem Thema im Zuge ihrer Aufgabenbereiche des Regionalmanagements bzw. des Citymanagements betraut.

Die Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe begrüßte die Teilnehmer in den Räumlichkeiten der Sparkasse in der Opernstraße, einem derzeit prominenten Leerstand, für den sich eine Nachfolgenutzung aber bereits abzeichnet. Frau Merk-Erbe wies darauf hin, dass sich jede Kommune mit dem Thema Leerstände auseinandersetzen sollte. In Bayreuth sei es so, dass vor allem Seitenstraßen an Frequenz verlieren und so das Erlebnis einer lebendigen Innenstadt auf Dauer verloren gehe. Mit verschiedenen Maßnahmen wirke man seitens der Stadt dagegen und mit der Impulsveranstaltung sollten weitere Ansätze aufgezeigt werden.

Stefanie Raab, Geschäftsführerin der coopolis Planungsbüro für kooperative Stadtentwicklung GmbH, verschaffte mit ihrem Impulsvortrag „Kreative Lösungen für Leerstände – eine Möglichkeit zur Nutzung des Raumwohlstandes“ einen Überblick über die Thematik. Sie zeigte vor dem Hintergrund des Strukturwandels im Einzelhandel auf, dass durch kulturelle Orte und die Kreativwirtschaft neue Impulse geschaffen werden können und ersetzte den Begriff Leerstand durch den Begriff Raumpotenziale. Durch kreatives Leerstandsmanagement können der vorhandene Raumpool und der potenzielle Nutzerpool zum Beispiel durch moderierte Objektbegehungen zusammengeführt werden. Durch Testphasen kann neuen Nutzungen auf die Sprünge geholfen werden.

Ihre Präsentation, wie auch die anderen Beiträge des Abends, stehen unten zum Download bereit.

Gelungene Beispiele aus dem Netzwerk der Künstlerkolonie Fichtelgebirge (KüKo) zeigte mit ihrem praxisnahen Vortrag „Von Zwischennutzung zu Dauernutzung“ Sabine Gollner auf. Sie berichtete von verschiedenen Netzwerken und Raumpionieren sowie einer ersten Leerstandsnutzung durch das Projekt „Pappen Stil“. Die aktuell laufenden Projekte „Raumwohlstand – Zielgruppe Urbane Kreative“ sowie das Modellprojekt „Coworking Spaces im ländlichen Raum“ mit der Eröffnung der Schaltzentrale in Bad Berneck wurden als Best Praxis Beispiele vorgestellt. 

Werner Heckelsmüller, Stadtplaner MSH Stadtplanung, widmete sich in seinem Vortrag „Fördermöglichkeiten in der Stadtentwicklung – Nutzung in Sanierungsgebieten“ den stadtplanerischen Aspekten. Er verdeutlichte, dass bei allen Projekten in Sanierungsgebieten und Baumaßnahmen die frühzeitige Kontaktaufnahme mit der Stadtverwaltung sinnvoll und unerlässlich sei. Zudem stellte Herr Heckelsmüller den Förderkompass der Regierung von Oberfranken und die Förderfibel der Stadt Bayreuth als weitere Informationsmedien vor. Die Broschüren sind beide im Internet abrufbar bzw. die Städtische Förderfibel auch bei der Stadtplanung abzuholen.

Marco Marino, als Vertreter der Vereine wundersam anders e.V. und Spielmobil Bayreuth e.V., rief zur aktiven Teilnahme bei der Aktionswoche „Macht Spiele“ auf. Er platzierte dabei das Gesuch der Zwischennutzung in der Woche vom 22.09. bis 29.09. in welcher in der gesamten Bayreuther Innenstand Spiel- und Mitmachaktionen stattfinden. Eine gute Möglichkeit eine kurzfristige Zwischennutzung in einer Woche zuzulassen und die Räume zugänglich zu machen.

Nach dem Vortragsteil tauschten sich die Teilnehmen zwanglos beim get together aus oder beteiligten sich bei einem der drei Werkstattbereiche. Hier konnten vertiefte Informationen von den Referenten zum jeweiligen Thema eingeholt werden. Ferner wurden weitere Schritte für die weitere Entwicklung erarbeitet.

Stefanie Raab diskutierte zusammen mit Beate Kadner-Rausch von der Wirtschaftsförderung der Stadt Bayreuth in der Werkstatt „Kreative Lösungen für Leerstände“ wie man die Raumwünsche von Kreativschaffenden mit den Potenzialen zusammenbringen kann.
Bei Werner Heckelsmüller zusammen mit Benjamin Lotze der Stadtplanung der Stadt Bayreuth und Dr. Manuel Becher konnten weitere Information zu Fördermöglichkeiten eingeholt und vertieft werden.
Marco Marino und sein Team, unterstützt von Meike Kratzer von der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH, warben nochmal für ihre Aktionswoche „Macht Spiele“ und konnten mit einigen Immobilienmaklern beziehungsweise Eigentümern bezüglich der Mitmachwochen konkrete Pläne entwickeln.

 

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