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18.12.2019

Inklusive Info-Station am Kunstmuseum eröffnet

Neues Angebot für Menschen mit Beeinträchtigungen – Minister Sibler und OB Merk-Erbe beim „Speed Speaking“

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, hat am Mittwoch, 18. Dezember, im Rahmen seiner Besuchsreihe „KulTour“ durch alle Regierungsbezirke das Kunstmuseum Bayreuth besucht. Der Minister eröffnete gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe die neue inklusive Info-Station des Kunstmuseums für Menschen mit Beeinträchtigungen und nahm an einem „Speed Speaking“ in den Ausstellungsräumen des Museums teil.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und Staatsminister Bernd Sibler haben im Kunstmuseum, assistiert von Museumleiterin Dr. Marina von Assel (rechts), die neue inklusive Info-Station des Museums in Betrieb genommen. | Foto: Andreas Türk
Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und Staatsminister Bernd Sibler haben im Kunstmuseum, assistiert von Museumleiterin Dr. Marina von Assel (rechts), die neue inklusive Info-Station des Museums in Betrieb genommen. | Foto: Andreas Türk

Die Oberbürgermeisterin, Bayreuths Kulturreferent Benedikt Stegmayer und Museumsleiterin Dr. Marina von Assel begrüßten den Minister im Kunstmuseum. Anschließend nahm Sibler gemeinsam mit seinen Gastgebern am „Speed Speaking“ teil. „Das Kunstmuseum mit seinen verschiedenen Vermittlungsangeboten feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Da ist es ein sehr schönes zusätzliches Zeichen, Sie heute hier begrüßen zu können“, so Merk-Erbe an die Adresse Siblers.

„Speed Speaking“

Im Kunstmuseum Bayreuth gibt es Kunst- und Kulturangebote in verschiedenen Sprachen. Im Rahmen des Projektes „Bürger von hier, da und dort“ organisiert das Museum seit drei Jahren Vermittlungsangebote, die Menschen aus verschiedenen Regionen und Ländern zusammenbringen. So werden Führungen und Veranstaltungen zum Deutsch-Lernen und für die Auseinandersetzung mit einer vielleicht neuen und fremden Kultur, vor allem für sogenannte „studierfähige Geflüchtete“ der Universität Bayreuth angeboten. Hierzu gehört auch „Speed Speaking“, eine Art Frage- und Antwort-Spiel vor ausgewählten Bildern in der Ausstellung des Museums.

Eröffnung der inklusiven Info-Station an der Museumskasse

Das Kunstmuseum verfolgt zudem bereits seit Jahren inklusive Ansätze der Kunstvermittlung. Merk-Erbe erinnerte in diesem Zusammenhang auch an das museumspädagogische Programm für Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter über 50 Jahre. Auf die Bedürfnisse älterer Besucher werde gezielt Rücksicht genommen. Auch demente und immobile Kunstliebhaberinnen und -liebhaber würden als Zielgruppe eingebunden.

Pilotprojekt „barriereFREI“

Aufbauend auf den Erfahrungen des inklusiven Führungsprogramms für Blinde, Sehbehinderte und Sehende, findet im Museum derzeit das Pilotprojekt „barriereFREI“ statt. Es wird von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern gefördert. Im Dialog mit anderen Kultureinrichtungen und in Zusammenarbeit mit Kompetenzpartnern wurde eine umfassende Strategie für inklusive Angebote entwickelt. Hierzu gehört auch die neue Informationsstation mit Audio-Einspielungen, Gebärdenvideos, Tastkopien, Texten in Braille-Schrift und in Leichter Sprache. An ihr können sich alle Menschen selbstständig über das Kunstmuseum und seine Angebote informieren.

Kunstminister Bernd Sibler (Zweiter von rechts) nahm auch am sogenannten "Speed Speaking" teil. | Foto: Andreas Türk
Kunstminister Bernd Sibler (Zweiter von rechts) nahm auch am sogenannten "Speed Speaking" teil. | Foto: Andreas Türk

Aktionsplan Inklusion

„Dieses zusätzliche Angebot wird der Idee der Barrierefreiheit neue Impulse geben“, so Merk-Erbe. Die Stadt sehe Inklusion als eine der wesentlichen Säulen für den sozialen Zusammenhalt an. Sie verwies auf den vom Stadtrat verabschiedeten Aktionsplan Inklusion. Für seine schrittweise Umsetzung sei eigens eine Fachstelle im Rathaus eingerichtet worden. Der Aktionsplan umfasst auch Kultur- und Freizeitangebote.

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