Stadt Bayreuth

10.12.2018

Workshop „Zwischennutzung durch Kreative als Chance für Leerstände“

Im Baensch-Studio fand dieser Tage ein Workshop zum Thema „Zwischennutzung durch Kreative als Chance für Leerstände“ statt. Vorausgegangen war eine Impulsveranstaltung im Sommer dieses Jahres, die sich mit dem Thema Leerstände in Innenstädten beschäftigte.

Im Fokus der Veranstaltung standen konkrete Raumgesuche der Teilnehmenden und mögliche  Kooperationen. Teilnehmer waren vornehmlich Kreativschaffende aus Bayreuth, die sich auf der Suche nach geeigneten Flächen befinden und denen ein Forum geboten werden sollte, ihre Aktivitäten und Raumgesuche vorzustellen sowie sich gegenseitig zu vernetzten.

Wie bereits bei der Auftaktveranstaltung moderierte Eva Rundholz seitens der städtischen Wirtschaftsförderung die Veranstaltung. Die Gastgeberin für die Räume, Nicole Richwald, erläuterte ihr Konzept im Baensch Studio und bot direkt einen Coworking Platz zur besseren Nutzung und Auslastung ihrer Räumlichkeiten unter Kostenbeteiligung an. Neben Raumsuchenden aus dem sozialen und kulturellen Bereich standen auch fachliche Ansprechpartner aus der Stadtverwaltung, dem Quartiersmanagement und der Region zur Verfügung. Bevor es um die Raumbedürfnisse der Anwesenden ging, wurde mit dem Ehepaar Robert ein Best Practice Beispiel zur Zwischennutzung und späteren Dauerlösung mit dem Pop Up Schmuckwerkstatt in der Opernstraße vorgestellt. Bei der „Kreativ Lounge Hof“ kamen Sie auf die Idee einen Pop Up Store einzurichten. Fündig wurden sie dabei in Bayreuth. Die Nutzung war zunächst auf den kurzen Zeitraum der Festspielwochen angedacht, wurde dann jedoch bis zum Ende des Jahres verlängert und geht nun nach Vereinbarung mit der Vermieterin in eine Dauernutzung über. Die Kooperation ist auf allen Ebenen gut gelaufen, sei es auf Vermieterseite, auf Seiten der Unterstützung der Stadt Bayreuth z.B. in Bezug auf eine Beschilderungslösung in unmittelbarer Nähe zum UNESCO-Weltkulturerbe markgräfliches Opernhaus oder in den Absprachen mit den Nachbarn.

Die Vermieterseite des Beispiels wurde eindrucksvoll von der leider verhinderten Vermieterin des Ladens, Eva Weber, in Form einer E-Mail vertreten, die an das Publikum herangetragen wurde. Frau Weber schilderte ihre Gedanken, die sie als eine Besitzerin von innerstädtischen Einzelhandelsflächen hat und welche Abwägungen getroffen werden müssten. Oft gehe durch die Zwischennutzung der Eindruck verloren, man suche einen langfristigen Mieter. Für sie sei die Vermietung entgegen jeden ökonomischen Gesichtspunkten die emotional richtige Entscheidung.  Des Weiteren brachte sie die Ausnahmestellung der Opernstraße, aufgrund des Opernhauses als UNSECO-Weltkulturerbe zur Sprache.

Marco Marino und Ossi Sauer berichteten über ihre Erfahrungen mit Leerstandnutzungen während der „Macht Spiele-Woche“ im September 2018 und weiteren Zwischennutzungen in der Bayreuther Innenstadt. Sie schilderten ihre Erfahrungen mit den unterschiedlichen Vorstellungen und Herausforderungen, welche bei einer kurzzeitigen Zwischennutzung auftreten können. Als Beispiele seien die Vermittlung von Immobilien und die Kontaktaufnahme mit Eigentümern oder Maklern genannt, sie zeigten auch auf, dass es durchaus positive Beispiele gebe.

Im Rahmen der Vorstellung und Darstellung der Motivation aller Teilnehmer zeigte sich, welche Raumgesuche vorhanden sind und welche potentiellen Verknüpfungsmöglichkeiten es geben könnte.  Statt der angedachten formalisierten Karteikärtchen kam es bereits in der Runde zum Austausch von Vernetzungsideen und Lösungsansätzen. Beim informellen Austausch und Imbiss konnten diese Fragen in Einzelgesprächen vertieft werden.  Die Teilnehmer der Veranstaltung waren sich einig, dass der Prozess und die weitere Vernetzung gewinnbringend für alle sein könnte und Folgeveranstaltungen bzw. weitere Vernetzungstreffen gewünscht sind.

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