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08.08.2019

Neue Berufsbetreuer/innen bekommen ihre Zertifikate

Die Betreuungsstelle der Stadt Bayreuth hat in Zusammenarbeit mit dem Betreuungsgericht und der Betreuungsstelle des Landratsamtes Bayreuth ein Modell zur nachhaltigen Gewinnung von Berufsbetreuerinnen und -betreuern entwickelt. Dieses „Bayreuther Modell“, ein Mentorenkonzept, findet mittlerweile überregionale Aufmerksamkeit.

Zertifikatsübergabe an neue Berufsbetreuerinnen und -betreuer in Stadt und Landkreis Bayreuth.
Im Rathaus erhielten jetzt neue Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer ihre Zertifikate.

Bundesweit werden in naher Zukunft viele gut qualifizierte Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer fehlen – zum einen aufgrund steigender Betreuungsverfahren, zum anderen, weil viele erfahrene und altgediente Fachkräfte in den Ruhestand gehen werden. Derzeit sind weniger als 25 Prozent der Berufsbetreuer in Bayreuth jünger als 50 Jahre.

Mit dem Bayreuther Mentorenkonzept werden die künftigen Berufsbetreuer/innen qualifiziert auf ihre spätere Tätigkeit vorbereitet. Die ersten sieben Berufsbetreuer, die 2018/2019 diese Weiterbildung nach dem „Bayreuther Modell“ absolviert haben, erhielten jetzt aus den Händen von Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe ihre Zertifikate. Sie werden künftig in Stadt und Landkreis ihre wichtige Aufgabe erfüllen. Zur Übergabe waren auch Vertreter des Landratsamtes sowie der Justiz ins Rathaus gekommen.

Berufsbetreuer/innen kommen vor allem Menschen zugute, die aufgrund einer psychischen oder Suchterkrankung, einer Demenz oder Köperbehinderung eine rechtliche Betreuung benötigen. Deren Zahl steigt allein aufgrund der demographischen Entwicklung weiter an. So gab es im Amtsgerichtsbezirk Bayreuth im Jahr 2018 insgesamt 3.130 Betreuungsverfahren, von denen knapp die Hälfte beruflich geführt wurde. Betreuer haben das Leben der betroffenen Menschen zu managen im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe.