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02.02.2018

Neue Kostenprognose für die Stadthalle

Die Ursache: Schlechte Rohbausubstanz und gestiegene Baupreise

Der schlechte Zustand der Bausubstanz löst Mehrkosten beim Bauprojekt Stadthalle aus. Die Stadt rechnet für die Sanierung, den Umbau und die Erweiterung des historischen Gebäudes jetzt mit Kosten in Höhe von rund 61,7 Millionen Euro. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und Stadtbaureferentin Urte Kelm haben die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen hierüber auf der Basis der jüngsten Kostenprognose des beauftragten Architekturbüros informiert.

Die Kostenprognose des Architekturbüros Knerer und Lang erfolgte auf der Grundlage des gegenwärtig offen gelegten Bauzustands sowie der weiter verfeinerten Planung. Die Planer haben nun – nach Abschluss der Schadstoffsanierung und des Rückbaus der Wand- und Deckenverkleidungen – einen umfassenden Einblick in die Rohbausubstanz. Sie präsentiert sich deutlich schlechter als bislang angenommen und macht daher zusätzliche Bauleistungen in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro erforderlich, um die vorgegebenen Qualitätsziele in Sachen Akustik, Schall- und Wärmeschutz sowie Barrierefreiheit zu erreichen und den baurechtlichen Vorgaben beim Brandschutz, der Standsicherheit und dem Denkmalschutz gerecht zu werden. Hinzu kommen allgemeine Preissteigerungen für Bauleistungen seit Erstellung der Kostenberechnung im Jahr 2015 in Höhe von weiteren knapp 2,6 Millionen Euro.

Wie Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe mitteilt, werden Bauausschuss und Stadtrat noch im Februar ausführlich über den Stand der Sanierungsarbeiten und die Kostenentwicklung informiert. Dabei wird auch die überarbeitete Planung für das Große Haus der Stadthalle vorgestellt. Der Bauausschuss wird sich zudem bereits am kommenden Dienstag, 6. Februar, bei einer Ortsbesichtigung einen Eindruck von den laufenden Bauarbeiten verschaffen. Die zu erwartenden Mehrkosten sind nach Einschätzung des Baureferats grundsätzlich förderfähig. In welchem Umfang dies der Fall ist, wird nun verwaltungsintern geklärt.