Stadt Bayreuth

IM FOKUS

ONLINE-TERMINRESERVIERUNG


23.01.2018

“Nicht nachvollziehbar”

OB Brigitte Merk-Erbe nimmt Stellung zu jüngsten öffentlichen Äußerungen von ZENTRUM-Vorstand Klaus Klötzer

Mit Verwunderung hat Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe die jüngsten öffentlichen Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden des ZENTRUM-Trägervereins Klaus Klötzer zur Kenntnis genommen. Laut Medienberichten beklagt Klötzer mangelnde Unterstützung „seitens der Oberbürgermeisterin, der Stadtverwaltung und aus dem Stadtrat“ im Zusammenhang mit der Veruntreuung von Geldern durch die ehemalige Geschäftsführerin der Einrichtung.

„Ich kann die Argumentation von Klaus Klötzer nicht nachvollziehen“, so Merk-Erbe. „Es muss doch auch im Interesse des ZENTRUM und im Interesse der beteiligten Personen sein, dass hier größtmögliche Transparenz geschaffen wird. Dies ist aber nach meinem Eindruck im Moment nicht der Fall.“ So habe der Vorsitzende des ZENTRUM mit Schreiben vom 3. Januar von der Stadt 1 000 Euro aus nicht ausgezahlten Fördermitteln erbeten, um der derzeitigen kommissarischen Geschäftsführung eine Zulage zu ermöglichen. Aus dem Nordbayerischen Kurier vom 13. Januar mussten Oberbürgermeisterin, Stadtverwaltung und die Mitglieder des Stadtrats jedoch erfahren, dass die ehemalige Geschäftsführerin des ZENTRUM gegen ihre Kündigung klagt. Die Stadt ist über diesen Sachverhalt nicht informiert worden.

Interessant sei in diesem Zusammenhang auch, dass bei der Güteverhandlung durch die Vertretung des ZENTRUM klargelegt wurde – so zumindest die Berichterstattung -, dass man seitens des ZENTRUM „keinerlei persönlichen Groll gegen die ehemalige Geschäftsführerin“ hege. „Offensichtlich hegt man aber Groll gegen jene, die um Aufklärung über den Umgang mit Steuergeldern bitten und versucht gleichzeitig, die Thematik auf die parteipolitische Schiene zu schieben“, so die Oberbürgermeisterin. „Warum die Verantwortlichen des ZENTRUM hier so handeln wie sie handeln, ist für mich nicht nachvollziehbar.“