Stadt Bayreuth

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04.12.2017

OB Merk-Erbe fordert Anpassung der Brückenpläne

Aktuelle Planung für Ortsumgehung Untersteinach würde Elektrifizierung der für Bayreuth wichtigen Oberfranken-Achse unmöglich machen

Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hat sich in einem Schreiben an den für den Straßenbau zuständigen Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann gewandt und eine Anpassung der Brückenpläne für die Ortsumgehung von Untersteinach gefordert, die auch die Schienenanbindung der Stadt Bayreuth tangieren.

Der Bau von Ortsumgehungen im Raum Kulmbach erfordert gleich mehrere Überquerungen der Bahnstrecke Kulmbach – Neuenmarkt-Wirsberg, die Teil der sogenannten Oberfranken-Achse von Bamberg und Coburg nach Bayreuth und Hof ist. Die derzeit vorliegenden Straßenplanungen sehen jedoch keine ausreichende Höhe der Brückenbauwerke über die Bahntrasse der Oberfranken-Achse vor. Damit würde die von der gesamten Region Bayreuth seit vielen Jahren geforderte Elektrifizierung dieser für Bayreuth wichtigen Schienenhauptstrecke erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht. 

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hat sich daher an den für den Straßenbau zuständigen Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann gewandt und eine Anpassung der Brückenpläne gefordert. „Die Planfeststellung der Ortsumgehung von Untersteinach stammt aus dem Jahr 2009. Inzwischen hat die Elektrifizierung von Bahnstrecken einen weitaus höheren Stellenwert erlangt, so dass eine Umplanung zwingend geboten ist“ argumentiert die Bayreuther Oberbürgermeisterin.

Wichtig für Bayreuths Anschluss ans Schienennetz

Die Elektrifizierung und Modernisierung der Oberfranken-Achse wird von allen Städten und Landkreisen des Regierungsbezirks gefordert, damit die Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet und an die Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt verbessert wird. Für Bayreuth sind insbesondere die Elektrifizierung und der zweigleisige Ausbau des südöstlichen Astes bis Schnabelwaid von Bedeutung, um den Anschluss an die Franken-Sachsen-Magistrale von Nürnberg nach Dresden und Prag zu gewährleisten. Die Oberfranken-Achse ist im potenziellen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes enthalten, der sich derzeit in der Wirtschaftlichkeitsprüfung befindet.