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20.11.2018

Richard Wagners Zimmer aus “Hotel Fantaisie” ausgestellt

Ab sofort wird das Original-Mobiliar im Historischen Museum am Kirchplatz gezeigt

Ab sofort ist das Richard-Wagner-Zimmer aus dem ehemaligen „Hotel Fantaisie“ in Donndorf im Historischen Museum Bayreuth zu besichtigen. Hier verbrachte Richard Wagner zusammen mit seiner Familie die ersten fünf Monate in seiner neuen Wahlheimat Bayreuth. Das Mobiliar wurde der Stadt von der Oberfrankenstiftung als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Bei einem Medientermin stellte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe das Zimmer jetzt gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung, Stefan Seewald, und weiteren Projektverantwortlichen der Öffentlichkeit vor.

Das Richard-Wagner-Zimmer aus "Hotel Fantaisie" wird ab sofort im Historischen Museum ausgestellt. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (rechts) präsentierte die Rarität gemeinsam mit Stefan Seewald, Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung, und der Nürnberger Schul- und Kulturreferentin a. D. Dr. Karla Fohrbeck. | Foto: Andreas Türk
Das Richard-Wagner-Zimmer aus "Hotel Fantaisie" wird ab sofort im Historischen Museum ausgestellt. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (rechts) präsentierte die Rarität gemeinsam mit Stefan Seewald, Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung, und der Nürnberger Schul- und Kulturreferentin a. D. Dr. Karla Fohrbeck. | Foto: Andreas Türk

“Dass der Erhalt des Zimmers für Bayreuth nun gelungen ist, ist zum einen Jeff Maisel zu verdanken, der bereit war, mit der Stadt und der Oberfrankenstiftung über einen Ankauf zu verhandeln und eben nicht den größtmöglichen finanziellen Erfolg angestrebt hat”, betonte Oberbürgermeisterin Merk-Erbe bei der Präsentation im Historischen Museum.  Zum anderen sei der Oberfrankenstiftung zu danken, dass sie den Ankauf des Zimmers umgesetzt und der Stadt als Leihgabe zur Verfügung gestellt habe. “Das Zimmer, es passt hervorragend zum Standort und in das Konzept des Historischen Museums.”

Start in ein neues Leben

Das kleine Hotel Fantaisie in der malerischen Umgebung war der geeignete Ort für den Start in ein neues Leben. Die Unterkunft entsprach ganz dem repräsentativen Anspruch sowie den privaten Rückzugsbedürfnissen des Künstlers. Vor hier aus organisierte Richard Wagner den Neubau des Festspielhauses und seines Wohnhauses „Wahnfried“, hier arbeitete er an der „Götterdämmerung“, dem Schluss seines „Ring der Nibelungen“, und an seiner Autobiographie. Nach dem Umzug der Familie Wagner in ihre erste Mietwohnung an der Dammallee im September 1872 konnte das „Hotel Fantaisie“ viele Jahrzehnte mit dem einzigen, noch im Original erhaltenen Mobiliar, in dem der Künstler tatsächlich einige Zeit gelebt hat, vor allem die Gäste zur Festspielzeit begeistern und für sich gewinnen.

Literarische Führung mit Dr. Frank Piontek

Das Zimmer wird zunächst bis Mitte Januar in den Sonderausstellungsräumen des Historischen Museums Bayreuth zu sehen sein. Am Freitag, 7. Dezember, um 14.30 Uhr, findet zudem eine literarische Führung mit Dr. Frank Piontek statt, der seine Zuhörer durch das authentische Mobiliar geleitet (Museumseintritt inclusive Führung: Drei Euro).

Historisches Museum Bayreuth
Kirchplatz 4, 95444 Bayreuth
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr

Weitere Informationen zum Historischen Museum