Stadt Bayreuth

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16.10.2017

Rollendes „Engerla“ in Bayreuth

Das internationale Friedenssymbol „Engel der Kulturen“ kommt am Mittwoch, 18.Oktober, nach Bayreuth! Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe wird das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ als Gemeinschaftsprojekt des Bayreuther Integrationsbeirates, des Begleitausschusses des Förderprogramms „Demokratie leben!“, der Vertreter der verschiedenen Religionsgemeinschaften sowie der Schulen, Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Vereine und Organisationen in Bayreuth durchgeführt.

Skulptur ringförmig mit Symbolen der Religionen

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich am Mittwoch, 18. Oktober, um 11.30 Uhr, vor dem Neuen Rathaus (Station 1 – Luitpoldplatz 13) zur Begrüßung durch die Oberbürgermeisterin einzufinden. Im Anschluss wird die runde Engel-Skulptur über die Stationen Graserschule (Station 2 – 12.10 Uhr), Stadtmitte/Herkulesbrunnen (Station 3 – 12.50 Uhr) gerollt und jeweils symbolisch in Sand eingelassen. Der Abschlussakt erfolgt schließlich am La Spezia-Platz (Station 4 – 13.45 Uhr), wo die Engel-Skulptur zur dauerhaften Erinnerung als Bodenintarsie verlegt wird.

An den Stationen dürfen sich die Teilnehmer/innen am abwechslungsreichen Begleitprogramm unter anderem mit dem Chor des Musiktheater-Projektes „Kinder von Heute“ und an kulinarischen Köstlichkeiten der Flüchtlingswohngruppe Puerto der Condrobs e. V. erfreuen. 

Was ist der „Engel der Kulturen“

Entstanden ist das Kunstprojekt zur Förderung der Völkerverständigung von den Künstlern Carmen Dietrich und Gregor Merten aus Bürscheid. Die markante Engel-Skulptur stilisiert die großen Weltreligionen in Form von Kreuz, Halbmond und Stern. Sie vereint diese zu einer Engels-Silhouette – dem „Engel der Kulturen“. Dieser steht als internationales Zeichen für Frieden und Versöhnung, für das Zusammenleben der verschiedenen Völker, Religionen und Kulturen und besuchte bereits weltweit mehr als 100 Städte.
Um die Botschaft der Toleranz, des interkulturellen Dialoges und dem friedlichen Miteinander aller Religionen in unsere Gesellschaft zu tragen, ist die Beteiligung von Familien und Organisationen essentiell für dieses Gemeinschaftsprojekt.

Wie kam das Projekt nach Bayreuth?

Initiator dieses großartigen Kunstprojektes ist das Ehepaar Schurtz aus Bayreuth, das ursprünglich aus Dresden stammt. Dank seines sozialen Engagements in Dresden lernte das Ehepaar Schurtz das Künstlerduo Dietrich und Merten in Worms kennen und beteiligte sich tatkräftig bei der Verwirklichung der Kunstaktion in Dresden. Mit Unterstützung von Prof. Dr. Em. Bernd Müller-Jacquier von der Uni Bayreuth machte sich Frank Schurtz als „Engels-Botschafter“ auf den Weg, das Projekt nach Bayreuth zu tragen.

Warum der „Engel der Kulturen“ in Bayreuth?

„Über 8.000 Bürger aus mehr als 40 Ländern leben in unserer Stadt“, so Dr. Torsten Lange, Stadtrat und Mitglied des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit des Integrationsbeirates. „Ihre kulturellen Wurzeln liegen außerhalb Deutschlands, aber sie leben und arbeiten hier bei uns, zahlen Steuern, schicken ihre Kinder auf Schulen und Universitäten in unserer Stadt, in unserem Land. Ganz selbstverständlich sprechen sie deutsch und haben ihre Heimat bei uns gefunden, oft schon in zweiter und dritter Generation. Trotz aller Normalität im alltäglichen Umgang gibt es immer noch Vorbehalte und Abgrenzungen unter uns Bayreuthern.“ Diese Projekt, so Lange weiter, soll bewusst machen, dass wir in aller Vielfalt zusammengehören. Wie ein Rad nur vollständig gut rollen kann, sollten wir uns gegenseitig akzeptieren und ins Gespräch kommen, als Menschen und Bürger. Unterschiede in Religion und politischer Meinung sind da, sollen auch weder verwischt noch vermischt werden. Im Vordergrund stehen jedoch Freundlichkeit, Respekt und Anerkennung im Umgang miteinander.

Limitierter Schmuck

Finanziert wird das Projekt durch den Verkauf von Broschen und Ketten. Diese bestehen aus ehemaligen 50 Cent-Münzen mit dem aufgeprägten Motiv des “Engels der Kulturen”. Zur Refinanzierung dieses außergewöhnlichen Projektes stehen insgesamt 300 Stück zum Kauf bereit. Eine tolle Erinnerung und ein schönes Friedenssymbol, das man sich besser schnell im Rathaus sichern sollte!

Weitere Mitwirkende

  • Israelische Kultusgemeinde Bayreuth
  • ACK – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Bayreuth
  • DITIB – Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.
  • Uni Bayreuth – Universität Bayreuth mit ihren Kooperationspartnern Evangelische Studenten Gemeinde (ESG) und Katholische Hochschulgemeinde (KHG)
  • Prof. Dr. Gesine Schiewer (Uni Bayreuth, Lehrstuhl interkulturelle Germanistik)
  • Selbsthilfegruppe der Schlaganfallbetroffenen e. V.
  • Kaufmännische Berufsschule Bayreuth
  • Zentrum für Theater und Integration/Inklusion Bayreuth (ZEFTII) RW21 mit Koop. Evang. Presseverband in Bayern e. V.
  • Volkshochschule Bayreuth
  • Familientafel Bayreuth mit Kindern
  • Kindertanzgruppe (Natalia Shalagina)
  • Graserschule, Direktor Huber und Schulkinder
  • Kunstmuseum, Dr. Beatrice Trost
  • Städt. Musikschule Bayreuth
  • Schüler der Berufsschule I
  • Richard Schüssel
  • Zamirchor mit Sopranistin Scarlett Rani-Adler (Bundesträgerin Jugend musiziert 2017)
  • Jugendforum im Förderprogramm „Demokratie leben!“
  • Johannes-Kepler-Realschule
  • Renate Stieber
  • Markgräfin-Wilhemine-Gymnasium
  • Mustafa Sisters („The Voice of Germany“-Teilnehmerinnen 2016)
  • Katrin Buchzik-Weber
  • Altstadtschule
  • Felicitas Müller

(Quelle: Integrationsbeirat der Stadt Bayreuth)