Stadt Bayreuth

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06.12.2017

Sanierungsarbeiten laufen auf vollen Touren

Stadthalle: Beim Presserundgang informiert die Stadt über den aktuellen Stand der Arbeiten

Die Sanierungsarbeiten in der Stadthalle laufen auf vollen Touren. Bei einem Baustellenrundgang hat Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe gemeinsam mit Baureferentin Urte Kelm und weiteren Vertretern der Stadtverwaltung über den aktuellen Stand der Arbeiten informiert. Die Stadthalle wird voraussichtlich bis Ende 2019 für rund 55 Millionen Euro saniert und zu einem modernen Kulturzentrum umgebaut.

Ansichten innerhalb und außerhalb der Baustelle Stadthalle

Mehr Fotos vom Baustellenrundgang gibt es auf unserer Facebook-Seite!

„Der Umbau und die Sanierung der Stadthalle ist Bayreuths größtes und wichtigstes Bauprojekt der jüngeren Geschichte, aber die Stadthalle ist noch mehr. Sie ist ein historischer Theaterbau, der stadtbildprägend ist und selbstverständlich ist die Stadthalle ein Gebäude, mit dem wir alle, die wir in Bayreuth aufgewachsen sind oder hier seit Jahrzehnten leben, Erlebnisse, Geschichten und Ereignisse verbinden”, so Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe beim Baustellenrundgang.

Nach Umbau und Sanierung verfüge das Gebäude über einen technischen Standard, den es so in der gesamten Region nicht gebe. “Großes Haus, Kleines Haus und Balkonsaal sind künftig nicht nur auf dem neuesten Stand, sondern können dann zudem parallel bespielt werden.”  Im Prinzip, so Merk-Erbe, schaffe die Stadt ein völlig neues Kultur- und Veranstaltungszentrum, mit dem Bayreuth die Chance habe, seine Position als wichtigstes Kulturzentrum der Region auszubauen.

Bereits im November 2016 hat der Stadtrat ein Nutzungskonzept für die sanierte und modernisierte Stadthalle beschlossen, das grundsätzlich definiert, welche Kultursparten in dem historischen Gebäude künftig angeboten werden sollen. Bestandteil dieses Konzeptes ist auch der Vorschlag, dass die Stadthalle einen neuen Namen erhalten soll. “Dieses besondere neue und in der Region bisher so nicht vorhandene Angebot wird außerhalb Bayreuths nur schwer mit der Bezeichnung Stadthalle zu vermitteln sein. Wir werden sehen, was nun im Dezember im Stadtrat entschieden wird”, so die Oberbürgermeisterin.

Auf den Weg gebracht ist auch ein Betriebskonzept, dessen Ausschreibung derzeit verwaltungsintern vorbereitet wird. Die Stadt erwartet hiervon weiterführende Erkenntnisse für eine optimale Organisationsstruktur des künftigen Stadthallenbetriebs. Voraussichtlich im kommenden Frühjahr sollen erste Ergebnisse vorliegen.

Abbrucharbeiten und Schadstoffsanierungen

Derzeit sind die Handwerker vor allem mit Abbrucharbeiten im Inneren und Schadstoffsanierungen beschäftigt. Auch der Rückbau des Kleinen Hauses ist deutlich vorangeschritten. Seine Natursteine werden bis zum Wiederaufbau, der bereits im Januar beginnen soll, eingelagert. Das Kleine Haus wird nach Abschluss der Sanierung als Theatersaal erhalten bleiben. Parallel werden Wänden und Decken im gesamten Gebäude abgebrochen, Durchbrüche geschaffen und neue tragende Wände sowie Fundamente beispielsweise für das Bühnenportal und die Bühnenmaschinerie der Stadthalle errichtet.

Weitere Schritte bei der Sanierung werden im kommenden Jahr der Aufbau einer neuen Dachkonstruktion für das Große Haus, der Innenausbau samt Bühnenmaschinerie und Bühnentechnik sowie im Jahr 2019 die Errichtung eines neuen Wandelgangs zur Erschließung der Stadthalle vom Parkplatz Geißmarkt und zur Verbindung der einzelnen Veranstaltungsräume sein. Läuft alles nach Plan, so wird die sanierte und modernisierte Stadthalle Ende 2019 fertig.

Für das Sanierungsprojekt konnte eine außergewöhnlich gute Fördersituation erreicht werden. Für die Stadt verbleiben bei Gesamtkosten von voraussichtlich etwa 55 Millionen Euro knapp 16 Millionen Euro, verteilt auf vier Jahre, als Eigenanteil.

Hintergrund

Die Stadt Bayreuth baut ihre dringend sanierungsbedürftige Stadthalle zu einem multifunktionalen Kulturzentrum um. Dem Projekt waren jahrelange intensive Diskussionen in den Stadtratsgremien vorausgegangen. Im Vorfeld hatte die Stadt einen europaweiten Realisierungswettbewerb ausgelobt, an dem sich nach einem vorgeschalteten Bewerber-Auswahlverfahren 22 Büros mit ihren Entwürfen beteiligt hatten. Der Stadtrat hatte Ende April 2015 für die sogenannte „große Lösung“ zur Sanierung der Stadthalle gestimmt und diesen Grundsatzbeschluss im November 2015 nochmals bestätigt. Der Umbau beinhaltet unter anderem auch deutliche akustische Verbesserungen im Großen Haus der Stadthalle. Am 8. Mai 2016 scheiterte ein Bürgerbegehren gegen die große Sanierungslösung.