Stadt Bayreuth

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04.03.2016

Stadt widerspricht Initiative „Rettet die Rotmainhalle“

Am Sonntag, 13. März, findet in Bayreuth ein Bürgerentscheid. Dabei geht es um die Frage, ob die Rotmainhalle – wie vom Stadtrat beschlossen – zu einer vorübergehenden Ersatzspielstätte für die Stadthalle umgebaut werden soll. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen eine solche Nutzung als Ersatzspielstätte werben derzeit in der Öffentlichkeit mit einem Faltblatt, das im Rathaus auf Widerspruch stößt.

Die Rotmainhalle in Bayreuth.

Wie die Stadt in einer Pressemitteilung erläutert, soll die Rotmainhalle keinesfalls dauerhaft als „Konzert- und Theaterhalle“ ausgebaut werden. Es gehe lediglich um ein Provisorium für die Zeit der Schließung der Stadthalle bis voraussichtlich Ende 2019. Eine Sanierung der Rotmainhalle sei aufgrund ihres schlechten baulichen Zustands dringend geboten und trage entscheidend zum dauerhaften Erhalt des Wochenmarktes bei, was auch von Bayreuths Marktbeschickern so gesehen werde. Handlungsbedarf sieht die Stadt unter anderem beim undichten Dach des Gebäudes, aber auch der Boden müsse saniert werden. Für die Zeit dieser Arbeiten müsse die Halle – unabhängig von den Baumaßnahmen für eine Ersatzspielstätte – also ohnehin gesperrt werden. Stadt und Marktbeschicker haben sich daher für die Zeit der Bauarbeiten in der Rotmainhalle (ca. 5 Monate) einvernehmlich auf den La-Spezia-Platz und die Schlossgalerie als vorübergehenden Standort für den Bayreuther Wochenmarkt verständigt.

Die Kosten für die rein bauliche Sanierung der Markthalle belaufen sich auf rund 2,7 Millionen Euro. Sie liegen damit deutlich über jenen Kosten, die durch den Umbau zur Ersatzspielstätte anfallen werden. Diese machen etwa 1,3 Millionen Euro aus. Alles in allem will die Stadt also knapp vier Millionen Euro in das Projekt investieren.

Auch die Befürchtung, nach Abschluss der Umbauarbeiten werde eine gemeinsame Nutzung der Rotmainhalle durch Marktbeschicker und Kulturveranstalter zulasten des Wochenmarktes gehen, weil der erforderliche Abbau der Theaterkulissen zu viel Zeit in Anspruch nimmt, hält die Stadt für unbegründet. Für die Stadthallencrew sowie für potentielle Ensembles gehöre der Auf- und Abbau von Theaterkulissen, Bühnenaufbauten oder Tribünenteilen vielmehr zum Alltagsgeschäft. Kulturveranstalter, die „fliegend“ anreisen, wollten und müssten schnell wieder weiter. Die von der Stadt vorgesehene Falttribüne trage ebenfalls wesentlich dazu bei, dass die notwendigen Umbauarbeiten in kurzer Zeit möglich sind.