Stadt Bayreuth

08.02.2019

Studienergebnis: Stadteiltreffpunkt in der Hammerstatt gewünscht

Letztes Frühjahr gab es im Stadtteil Hammerstatt eine Umfrage zum Thema „Stadtteilladen oder Gastronomie?“. Ergebnis: gewünscht wird ein Quartierstreffpunkt mit Gastronomie, zum Treffen, zum Feiern und vielleicht auch bisschen zur Nahversorgung. Die Ergebnisse des ergebnisoffenen, wissenschaftlich begleitenden Prozesses wurden nun vom Stadtplanungsamt in einem Kurzbericht zusammengefasst.

Einer der Leitsätze der Quartiersentwicklung im Bereich der Sozialen Stadt Hammerstatt lautet ESSEN & TRINKEN HÄLT LEIB UND SEELE & QUARTIER ZUSAMMEN. Dazu gehört neben den Überlegungen zur Weiterentwicklung des Stadtteil-Treffpunktes Hammerstätter Hof auch das wohnungs- bzw. arbeitsplatznahe Einkaufen, das sowohl der eigenen Versorgung wie auch der Begegnung mit den Nachbarn und anderen dienen soll. Ein so genannter Stadtteil- oder Nachbarschaftsladen kann dafür eine Lösung sein. Dieser Ansatz wurde 2017/2018 vom Institut für Nahversorgungs-Services (IFNS GmbH) im Auftrag vom Stadtplanungsamt für das Quartiersmanagement Hammerstatt untersucht.

Die zwischenzeitlich gegründete Projektgruppe, die sich aus Bürgerinnen und Bürgern der Hammerstatt, örtlichen Händlern und weiteren Akteuren der Quartiersentwicklung zusammensetzte, hat eine Umfrage passend für die Hammerstatt , in der neben der Nahversorgungsfrage insbesondere auch die Frage von Begegnungsmöglichkeiten für die Anwohner wichtig erscheint, konzipiert und durchgeführt. Über den Prozess wurde in der Presse und auf verschiedenen Internetseiten informiert (s. beispielsweise Impulsveranstaltung im September 2017; Start der Umfrage oder Informationsveranstaltung zu ersten Ergebnissen).

Die Umfrage sollte neben der Frage nach einer Einschätzung der Naheversorgungssituation v.a. auch Informationen dazu liefern, ob das Quartiersmanagement mit den bisherigen Überlegungen auf dem richtigen Weg ist oder, ob der Wunsch nach Anpassungen und Veränderungen besteht. Ferner galt es für den Prozess und für die zukünftige Arbeit auch Bürgerinnen und Bürgern für eine Mitgestaltung zu gewinnen.

Im Rahmen eines kleinen Sommerfestes im Juni letzten Jahres wurden die Befragungsergebnisse präsentiert und das weitere Vorgehen diskutiert. Klar wurde, dass die Nahversorgungssituation im Stadtteil aktuell noch als ausreichend empfunden wird und der Wunsch besteht, den Hammerstätter Hof als Multifunktionstreffpunkt zu erhalten und auszubauen.
Die Ergebnisse wurden nun in einem Kurzbericht zusammengefasst und können hier online eingesehen werden. Als einige zentrale Aussagen kann herausgegriffen werden:

  • In der Hammerstatt ist der Wunsch und das Potenzial für ein „multifunktionales Zentrum“ mit dem deutlichen Schwerpunkt auf ein gastronomisches Angebot vorhanden, aber nicht unbedingt für ein klassisches Ladenkonzept im Sinne eines „Dorfladens“.
  • Ein Stadtteilladen als vorwiegend auf Lebensmittel ausgerichtetes Konzept kann auf der Basis der Umfrage selbst mit der bürgerschaftlichen Lösung nachhaltig nicht eingerichtet werden.
  • Die Nutzung der Immobilie durch das Quartiersmanagement mit seinen zahlreichen Aktivitäten hat innerhalb der Hammerstätter Bevölkerung die notwendige Akzeptanz und damit auch die entsprechende Bekanntheit des Hammerstätter Hofs als Treffpunkt geschaffen. Der moderate Mietzins unterstützt diese bisherigen Aktivitäten.
  • Nur durch Vernetzung und bürgerschaftliches Engagement wären die Eröffnung einer Gastronomie mit Stadtteilladen und ein wirtschaftlicher Betrieb möglich. Die Bereitschaft der Einwohner hinsichtlich Akzeptanz und Bereitschaft der Mitarbeit und Unterstützung wurde in der Fragebogenaktion signalisiert.
  • Um die Realisierung eines solchen multifunktionalen Projektes dauerhaft auf eine solide betriebswirtschaftliche Basis zu stellen, müssen aber weitere Möglichkeiten zur Umsatzerhöhung gefunden werden. Denkbar sind hier vor allem die Erweiterung der gastronomischen Angebote und die Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger der Hammerstatt, die Räumlichkeiten des Hammerstätter Hofes für eigene Festivitäten anmieten zu können.
  • Eine sukzessive, nachfrageorientierte Ausweiterung, bzw. Ergänzung der vorhandenen Angebote, durch gezielte Neuangebote sowie die Gewinnung weiterer Partner erscheint möglich.
Deckblatt Bericht Stadtteilladen Hammerstatt