Stadt Bayreuth

08.05.2019

Einkaufsstadt Bayreuth als Thema beim Tag der Städtebauförderung

„Wir im Quartier“ lautet das diesjährige Motto des Tags der Städtebauförderung. Die Stadt Bayreuth hat die Kämmereigasse 9 ½ im historischen Bayreuther Gassenviertel als zentralen Veranstaltungsort für diesen bundesweiten Aktionstag ausgewählt. In Kooperation mit dem Verein Neuneinhalb e.V. werden am Samstag, 11. Mai ab 14 Uhr, Projekte und Planungsziele der Quartiersentwicklung in Form von Ausstellungen, Rundgängen und Kurzvorträgen gezeigt.
Bereits um 11 Uhr stellt Professor Dr. Rolf Monheim in der Black Box des RW 21, Richard-Wagner-Straße 21 interessante Ergebnisse der Studie „Vitale Innenstädte 2018“ und spezielle Auswertungen für Bayreuth vor.

Die Einkaufsstadt Bayreuth bei der Studie „Vitale Innenstädte 2018“

Prof. Dr. Rolf Monheim von der Universität Bayreuth präsentiert in einem Vortrag „Historischer Haupteinkaufsbereich und Rotmain-Center im Licht ihrer Besucher“ Ergebnisse der unter dem Motto „Vitale Innenstadt Bayreuth 2018“ durchgeführten Befragung in der Black Box des RW 21, Richard-Wagner-Straße 21. An der in insgesamt 116 Städten durchgeführten Erhebung nahm Bayreuth 2016 erstmals teil. Sie ermöglicht sowohl Städtevergleiche, als auch Trendaussagen.

Dabei kommt heraus, dass sich der Haupteinkaufsbereich und das Rotmain-Center zu einer vitalen Innenstadt ergänzen. Zwischen ihnen findet ein starker wechselseitiger Austausch statt. Die Bewertung der Qualität von Innenstadt und Einzelhandel nahm mit 30 Fragen in der Studie einen großen Raum ein. Bei der Gesamtattraktivität schneidet Bayreuth mit 2,4 etwas besser ab als der Durchschnitt der Vergleichsstädte (2,5). Im Vortag geht Prof. Dr. Rolf Monheim auf viele weitere Einzelaspekte ein, so auf die Verkehrsmittelwahl der Besucher und auch den Einzugsbereich des Bayreuther Einzelhandel.

Insgesamt erweist sich die Bayreuther Innenstadt trotz oder vielleicht eher wegen der untypischen Vielfalt ihres Haupteinkaufsbereiches und der starken Stellung des Rotmain-Centers in Wahrnehmung und Verhalten ihrer Besucher als sehr vital – auch im Vergleich mit ähnlich großen Städten, und ermöglicht das wiederholte Monitoring hilfreiche Erkenntnisse.

Kämmereigasse 9 ½  als Kunst- und Kulturhaus

Um 14 Uhr begrüßt Bayreuths Baureferentin Urte Kelm in der Kämmereigasse 9 ½ interessierte Besucher zum Nachmittagsprogramm. Sie erhalten dort die Gelegenheit Ergebnisse der Untersuchung „Kommunales Denkmalkonzept (KDK) für das Gassenviertel“ einzusehen. Außerdem werden die Arbeiten des im vergangenen Winter durchgeführten Workshops zur Umgestaltung des Rathausvorplatzes ausgestellt und erläutert.

Das Gebäude Kämmereigasse 9 ½ selbst, das nach einer grundlegenden Sanierung als Kunst- und Kulturhaus mit Kino genutzt werden soll, ist natürlich ebenfalls Teil des Programms. Der Trägerverein stellt sich vor und gibt Einblick in die geplante Zukunft des Hauses. Zu Abschluss wird die bereits auf mehreren Filmfestivals gelaufene kluge und humorvolle Dokumentation „Die Gentrifizierung bin ich – Beichte eines Finsterlings“ geszeigt. Der Filmemacher Thomas Haemmerli, der vom Hausbesetzer zum Hausbesitzer wurde, regt mit seinen ganz eigenen Betrachtungen zu den Themen Wohnen, Stadtentwicklung und Architektur zur Diskussion an. Nach dem Film gibt es noch jede Menge Zeit zum Austausch.

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