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09.07.2019

Zwei Schenkungen für Bayreuths Museen

Dagny Beidler-Hablützel, die Enkelin der ältesten Tochter Richard Wagners, Isolde Beidler, überlässt der Stadt Bayreuth zwei museale Schätze für das Franz-Liszt- beziehungsweise das Richard-Wagner-Museum. Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe hat diese Schenkung nun gemeinsam mit Dagny Beidler-Hablützel sowie der Musikwissenschaftlerin Prof. Eva Rieger bei einem Pressegespräch im Neuen Rathaus der Öffentlichkeit vorgestellt.

Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (links) und Dagny Beidler halten die beiden musealen Schätze in ihren Händen.
Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (links) und Dagny Beidler halten die beiden musealen Schätze in ihren Händen.

„Frau Beidler gehört zu jenen Persönlichkeiten der Familie Wagner, die die grundsätzliche Bereitschaft erklärt haben, ihre Nachlässe einmal nach Bayreuth zu geben“, so die Oberbürgermeisterin. Voraussetzung sei, dass Bayreuth hierfür in Sachen Stadtarchiv die räumlichen Grundlagen schaffe. Dagny Beidler-Halblützel habe sich entschlossen, der Stadt zwei wichtige Exponate zu schenken.

Dabei handelt es sich zum einen um das Bild „Jesu am Kreuz“, das Franz Liszt zuerst Fürstin Marie zu Hohenlohe-Schillingsfürst schenkte. Es hat unten am Passepartout ein handschriftliches Notenbeispiel von Liszt mit den Worten „Et homo facto est“ und ist „F. L.“ signiert. Die Fürstin wiederum schenkte das Bild Isolde Beidler zur Hochzeit Ende 1900.

Darüber hinaus vermacht Dagny Beidler-Hablützel der Stadt die Originalhandschrift eines Gedichtes von Richard Wagner, das er für Isolde schrieb und in dem er sich zu seiner Vaterschaft bekennt. Dieses Gedicht habe Wagner Isolde zum 15. Geburtstag geschrieben, so Dagny Beidler. Es sei außerdem einer der wenigen Belege dafür, dass Isolde tatsächlich Wagners Tochter ist. Es lautet:

„Vor fünfzehn Jahren wurdest du geboren
Da spitzte alle Welt die Ohren;
Man wollte ‚Tristan und Isolde‘
Doch was ich einzig wünscht und wollte,
Das war ein Töchterchen Isolde!
Nun mag sie tausend Jahre leben,
Und Tristan und Isolde auch daneben.
Vivat hoch!
RW“

Dagny Beidler hatte diese Handschrift 2018 bei einer Auktion ersteigert – der vorherige Besitzer ist unbekannt. Die Annahme der Schenkung wird nun in Kürze abschließend den Stadtratsgremien zur formalen Zustimmung vorgelegt.

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