Auch im Winter bietet der Garten Köstliches für den Gaumen

Der Winter ist die Zeit des Jahres, in der die Natur uns mit einer Vielzahl von köstlichem Gemüse überrascht, das nicht nur schmackhaft ist, sondern auch voller Nährstoffe steckt. Unter den Wintergemüsesorten stechen Feldsalat, Rosenkohl, Lauch, Rote Bete und Chicorée besonders hervor. Gärtnermeister Harald Gräbner vom Stadtgartenamt stellt ihn in Gartentipp für den Januar vor.

Harald Gräbner vom Stadtgartenamt verrät, welches Wintergemüse in der kalten Jahreszeit besonders gut schmeckt. Foto: Stadt Bayreuth
Harald Gräbner vom Stadtgartenamt verrät, welches Wintergemüse in der kalten Jahreszeit besonders gut schmeckt. Foto: Stadt Bayreuth

Feldsalat

Feldsalat ist ein zartes Blattgemüse, das in den kalten Monaten seine Hochform erreicht. Man pflanzt ihn im Herbst ins Freiland oder ins Gewächshaus. Bei frostfreien Temperaturen kann man ihn den ganzen Winter bis ins Frühjahr hinein ernten. Er ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und eignet sich perfekt für frische Salate oder als Beilage zu warmen Gerichten. Mit seinem nussigen Geschmack bringt er eine besondere Note auf den Teller und harmoniert hervorragend mit Nüssen und Äpfeln.

Rosenkohl

Rosenkohl hingegen hat in den letzten Jahren ein Comeback gefeiert. Er wächst an einer 50 bis 80 Zentimeter hohen Rosenkohl Pflanze in den Blattachseln. Diese kleinen, grünen Köpfchen sind nicht nur gesund, sondern lassen sich auf vielfältige Weise zubereiten. Ob geröstet im Ofen, gedämpft, angebraten mit Speck oder mit Sahne verfeinert – Rosenkohl begeistert durch seinen leicht bitteren Geschmack, der viele Gourmet-Herzen höherschlagen lässt.

Lauch

Lauch, auch bekannt als Porree, ist ein weiteres Wintergemüse. Er überwintert problemlos im Garten, oder man erntet ihn im Herbst und schlägt ihn im Gewächshaus ein, sodass man ihn den ganzen Winter ernten kann. Er kann sowohl in Suppen als auch in Eintöpfen als Basis dienen und bringt eine angenehme Süße mit sich. Besonders schmackhaft wird er, wenn man ihn in der Pfanne andünstet und mit Hackfleisch und Schmelzkäse verfeinert.

Rote Bete

Die Rote Bete wächst über den Sommer und wird im Herbst geerntet und im Keller in Sand eingeschlagen. So bleibt sie länger frisch und trocknet nicht aus. Die Rote Bete ist nicht nur ein optischer Hingucker durch ihre leuchtende Farbe, sondern auch äußerst gesund. Sie ist reich an Antioxidantien und kann auf zahlreiche Arten zubereitet werden: ob gebacken, eingelegt oder als Salat – ihre erdige Süße verleiht jedem Gericht einen besonderen Charakter.

Chicorée

Zu guter Letzt der Chicorée: Er wächst im Sommer auf dem Feld ähnlich wie Endivien oder Löwenzahn. Im Herbst werden nur die Wurzeln geerntet. Sie haben etwa die Größe einer Karotte. Sie halten einige Monate in Sand eingeschlagen. Je nach Bedarf pflanzt man die Wurzeln in einen Topf und stellt sie in einen warmen dunkeln Raum bei 18 bis 20 Grad. So treibt die Wurzel wieder aus und man kann die Blätter oder den ganzen Spross ernten. Man muss ihn vor Licht schützen, damit er nicht grün wird. Chicorée bildet mit seiner leichten Bitterkeit die perfekte Ergänzung zu den süßen Wintergemüsen. Er eignet sich hervorragend für Salate oder als Gemüsebeilage zu Fleischgerichten. Durch das Blanchieren oder Grillen kann man seinen Geschmack wunderbar entfalten.

Diese Wintergemüse bieten nicht nur eine gesunde Ernährung, sondern auch eine bunte Palette an Aromen und Texturen, die winterlichen Speisen bereichern.