Demenz erleben und besser verstehen

Im Rahmen der Aktionswoche Demenz 2026 hat die Stadt Bayreuth in der städtischen Bürgerbegegnungsstätte, Am Sendelbach 1-3, sowie in der Albert-Preu-Straße 10a das innovative Serious Escape Game „ReMind Journey“ mit Interessierten erprobt. Das analoge Spiel wurde von Studierenden des Studiengangs Zukunftsdesign der Hochschule Coburg entwickelt und bereits mit dem Zukunftsdesign Award ausgezeichnet. Ziel des Spiels ist es, einen Perspektivwechsel zu ermöglichen und erfahrbar zu machen, wie herausfordernd alltägliche Situationen werden können, wenn Wahrnehmung, Orientierung, Sprache, Motorik und Informationsverarbeitung nicht mehr selbstverständlich zusammenspielen.

Im Rahmen der Aktionswoche Demenz 2026 hat die Stadt Bayreuth in der städtischen Bürgerbegegnungsstätte, Am Sendelbach 1-3, sowie in der Albert-Preu-Straße 10a das innovative Serious Escape Game „ReMind Journey“ mit Interessierten erprobt. Foto: Stadt Bayreuth
Im Rahmen der Aktionswoche Demenz 2026 hat die Stadt Bayreuth in der städtischen Bürgerbegegnungsstätte, Am Sendelbach 1-3, sowie in der Albert-Preu-Straße 10a das innovative Serious Escape Game „ReMind Journey“ mit Interessierten erprobt. Foto: Stadt Bayreuth

Spielentwickler Ivo Feuerbach führte in das Konzept ein, das ausdrücklich keine Simulation einer Demenzerkrankung darstellt, und begleitete die Teilnehmenden durch die gemeinsame Mission. Die Spielerinnen und Spieler erlebten, wie Unsicherheit, fehlende Orientierung und unterschiedliche Wahrnehmungen die gemeinsame Bewältigung von Aufgaben beeinflussen können. Die Rückmeldungen waren durchweg sehr positiv. Hervorgehoben wurden insbesondere der hohe Erlebnischarakter, die Möglichkeit zum Perspektivwechsel und die anschließende Reflexion. Das Spiel wurde als niedrigschwelliger und zugleich wirkungsvoller Ansatz wahrgenommen, um für die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu sensibilisieren.

Die Stadt Bayreuth sieht im „ReMind Journey“ deshalb auch über die Aktionswoche hinaus Potenzial für den Einsatz in der kommunalen Seniorenarbeit, in Demenznetzwerken, Einrichtungen der Pflege und Betreuung sowie in der Fortbildung von Fachkräften und Ehrenamtlichen. Interessierte können sich beim Inklusionsbüro der Stadt Bayreuth, Margit Lebershausen, Telefon 0921 25 1772 oder E-Mail inklusionsbuero@stadt.bayreuth.de melden.