Fortschreibung ISEK: Großes Echo aus der Bürgerschaft

Die Stadt Bayreuth hat alle Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Wochen eingeladen, sich aktiv an der Fortschreibung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) zu beteiligen. Hierzu stand die Online-Beteiligungsplattform MYPINION zur Verfügung. Mit der Resonanz sind die Verantwortlichen im Baureferat des Rathauses sehr zufrieden. Über 1.800 Beiträge wurden gezählt.

Mit der Fortschreibung ihres Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) möchte sich die Stadt Bayreuth den zukünftigen städtebaulichen Herausforderungen stellen sowie eine aktuelle und abgestimmte Planungsbasis für die zukünftige Stadtentwicklung erarbeiten. Mit der ISEK-Fortschreibung ist das Büro Schirmer Architekten + Stadtplaner GmbH aus Würzburg beauftragt. Das Konzept entsteht im Dialog mit Verwaltung, Politik und der Öffentlichkeit.

Blick auf zwei Computer-Bildschirme. | Foto: Stadt Bayreuth

Online-Bürgerdialog mit großer Resonanz

Im Anschluss an eine Bürgerwerkstatt im Juli, an der über 70 Personen teilnahmen, startete eine Onlinebefragung über die Beteiligungs-Plattform MYPINION. Die digitale Beteiligungsphase lief über einen Zeitraum von rund vier Wochen. In dieser Zeit bestand die Möglichkeit, Hinweise zu geben, wo Bayreuth schon heute Qualitäten aufweist und Anregungen zum noch bestehenden Handlungsbedarf mitzuteilen. Die Stadtverwaltung zeigt sich mit der Resonanz sehr zufrieden – mehr als 1.800 Einträge wurden verfasst. Sie leisten mit konstruktiven Ideen, Hinweisen und Anregungen einen wertvollen Beitrag für die zukünftige Stadtentwicklung.

Die meisten Beiträge waren der Kategorie „Verkehr und Mobilität“ zugeordnet. Ebenfalls viel diskutiert war die Kategorie „Landschaft, Energie, Klimaschutz und -anpassung“.

MYPINION bot die Möglichkeit, parzellengenau Pins zu setzen und Anregungen auf einem digitalen Stadtplan zu verorten. Alle Pins und Kommentare, ihre detailgenaue Verortung und ihr formulierter Inhalt werden nun in einer Dokumentationsbroschüre zusammengestellt. Bis dahin finden Interessierte die Ergebnisse der Online-Beteiligung sowie weiterführende Informationen weiterhin auf der Internetseite https://mypinion.de/bayreuth

Was passiert nun mit den Einträgen? 

Die Einträge werden in einem nächsten Schritt gesichtet, nach Handlungsfeldern und Stadtteilen sortiert und als Dokumentation aufgearbeitet. Die Gesamtschau wird zeigen, welche Themen der Bürgerschaft besonders wichtig sind, an welchen Orten die Stadt bereits Qualitäten aufweist und wo Handlungsbedarf gesehen wird. Die Vielzahl an Anregungen und übergeordneten Themen werden in die Verwaltung und die Politik getragen und finden im Zuge der Formulierung der Entwicklungsziele Berücksichtigung.

Die Stadt weist vorsorglich darauf hin, dass nicht jeder auf der Online-Beteiligungsplattform gesetzte Pin und jeder formulierte Wunsch nun zeitnah stadtplanerisch umgesetzt und jeder benannte Missstand sofort behoben werden kann. Jedoch sind mit der MYPINION-Dokumentation alle Anregungen festgehalten. Sie bilden eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung und die Abwägung von Projekten und einzelnen Maßnahmen. Somit schaffen sie eine hilfreiche Arbeits- und Entscheidungsgrundlage für die Verwaltung und die Stadtratsgremien.

Wie geht es weiter im ISEK-Prozess?

Basierend auf den Planungsergebnissen der Analyse im Rahmen des ISEKs sowie auf vorhandenen kommunalen Planungen, erarbeitet das Planungsbüro nun eine Analyse. Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken werden nach Handlungsfeldern erörtert. Für das Gebiet der Kernstadt wird es zudem eine vertiefende Bewertung geben. Darauf aufbauend werden ein städtebauliches Leitbild entwickelt und Entwicklungsziele formuliert, die der Stadt für die kommenden zehn bis 15 Jahre als Leitlinien dienen sollen. Im Folgeschritt werden konkrete Maßnahmenvorschläge abgeleitet. Dieser Prozess wird begleitet von der Verwaltung und den Stadtratsgremien. Das ISEK wird abschließend vom Stadtrat als städtebauliches Konzept und Grundlage der künftigen Stadtentwicklung beschlossen.

Die Dokumentationen zur Beteiligung der Öffentlichkeit werden nach Fertigstellung auf der Homepage der Stadt Bayreuth bereitgestellt. Am Ende des ISEK-Prozesses und nach entsprechender Beschlussfassung durch den Stadtrat voraussichtlich im kommenden Jahr wird die Bürgerschaft dann in einer Abschlussveranstaltung über die Ergebnisse informiert.