„Gegenüberstellung“ im Rathaus

Im Rahmen der Kulturpartnerschaft der Stadt Bayreuth mit dem österreichischen Burgenland ist in der Ausstellungshalle des Neuen Rathauses ab Freitag, 9. Oktober, die Ausstellung „Gegenüberstellung“ zu sehen. Sie wird von den beiden österreichischen Kunstschaffenden Christin Breuil und Manfred Leirer gestaltet.  

"Bouton de Rose", Christin Breuil | Foto: Christin Breuil
"Bouton de Rose", Christin Breuil | Foto: Christin Breuil

Christin Breuil studierte an der Hochschule für Angewandte Kunst in Paris. Zunächst Illustratorin für Zeitschriften, später erfolgreiche Grafikdesignerin in Wien, hat sie zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen bestritten. Seit vielen Jahren lebt und arbeitet sie im Südburgenland als freischaffende Künstlerin.

In ihren Werken verschmelzen Natur und Literatur auf einfühlsame Weise. Ihre Bildwelten bewegen sich zwischen Poesie, Fantasie und Wirklichkeit. Sie sind geprägt von leuchtenden Farben, Transparenz und feinen Reminiszenzen an ihre französische Herkunft. In der Ausstellung im Bayreuther Rathaus zeigt Breuil Arbeiten aus den Serien „Botanisches Flüstern“ und „Fenster der Ferne“ sowie weitere Werke, in denen Landschaften. Erinnerungen und literarische Anklänge ineinanderfließen.

Manfred Leirer, geboren 1965 in Oberpfullendorf, studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie Philosophie und Psychologie. Lehrtätigkeiten, sein Engagement bei den Rabnitztaler Malerwochen und in der KUGA-Galerie in Großwarasdorf prägen seinen künstlerischen Werdegang. Er lebt und arbeitet in Neckenmarkt.

Leirers künstlerischer Fokus liegt auf der antiken Technik der Enkaustik. Das Arbeiten mit heißem, pigmentiertem Bienenwachs ermöglicht ihm intensive Raumtiefe und markante Oberflächenstrukturen. Seine Werke werden seit 1985 international ausgestellt und wurden mehrfach ausgezeichnet.

In Bayreuth zeigt Manfred Leirer seinen 2023 begonnen Liszt-Zyklus. Angeregt durch Franz Liszts Werke „La prédication aux oiseaux“ und „Deuxième année: Italie“ entwickelte er eine Form musikalischer Grafik, bei der der Farbauftrag der Dynamik der Partitur folgt. Musik wird dabei in gegenständliche und abstrakte Malerei übertragen.

Info: Die Ausstellung im Neuen Rathaus, Luitpoldplatz 13, ist bis 30. Oktober zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Montag, Dienstag und Donnerstag von 9 bis 16.30 Uhr, Mittwoch von 9 bis 18 Uhr und Freitag von 9 bis 14.30 Uhr.