Am Mittwoch geht es mit Tag 8 der CO2-Challenge in die zweite Hälfte des Klimafastens 2026. Am 25. Februar lassen die Teilnehmenden Fleisch oder Wurst im Kühlschrank liegen und ernähren sich vegetarisch.
Durchschnittlich verzehrt jeder Mensch in Deutschland 28,4 Kilo Schweinefleisch, 13,6 Kilogramm Geflügelfleisch sowie 9,3 Kilogramm Rindfleisch im Jahr – insgesamt also 53,2 Kilo (Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat für 2024). Doch was hat das Essen von Fleisch oder Wurst mit CO2 zu tun? Sehr viel! So hängt es von der Art des Fleisches (Rind- oder Schweinefleisch oder Geflügel), Haltung und Herkunft der Tiere sowie von Verarbeitungs- und Verkaufswegen ab, wie viel CO2 bei der Fleischproduktion entsteht. Bei der Rinderhaltung entstehen – abgesehen von Methan – beispielsweise auch indirekte CO2-Emissionen durch die Futterproduktion, den Verlust von CO2-Speichern wie Wälder und Moore, sowie durch Herstellung und Transport der Produkte.
Im Vergleich zu pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse und Obst (0,15 – 2,9 Kilo Emissionen pro Kilo Lebensmittel) verursacht Fleisch deutlich höhere Treibhause. Ein Kilo Rindfleisch hat beispielsweise 13,6 Kilo CO2 zur Folge. Aufs Jahr hochgerechnet spart eine vegetarische Ernährungsweise etwa 230 Kilo CO2 ein.
Trotzdem soll hier keine Ernährungsweise kritisiert oder bevormundet werden. Übrigens schlagen Forscherinnen und Forscher vor, bewusster Fleisch zu kaufen, auch gerne etwas teureres Fleisch vom heimischen Direktvermarkter oder Metzger. Das schmeckt oft nicht nur besser, sondern schont das Klima und fördert die heimischen Bauern, die ihre Tiere mit regionalem Futter mästen. Aber zurück zum fleischlosen Mittwoch. An diesem Tag bieten sich Gemüsegerichte oder Salate an, aber auch Mahlzeiten mit Fleisch-Ersatzprodukten aus Tofu, Soja oder Seitan.
Mit der neuen CO2-Challenge für die Fastenzeit richten sich vom 18. Februar bis zum 4. März die Klimaschutzmanagements in der Metropolregion Nürnberg an Privathaushalte und Schulen. Mit dabei sind auch die Teams der Klimaschutzmanagements des Landkreises und der Stadt Bayreuth.
Seit Aschermittwoch kann man sich vierzehn Tage lang täglich einer kleinen Aufgabe zum Energie- oder Ressourcensparen stellen, um auf spielerische Art und mit Humor eigene Gewohnheiten in einem neuen Licht zu sehen. Weitere Informationen zur CO2-Challenge gibt es hier.
