Hochbetrieb im künftigen Stadtarchiv

Es herrscht viel Betrieb auf der Großbaustelle des Stadtarchivs in der Bernecker Straße. Ein Betonmischer pumpt Estrich für den Fußboden in die künftigen Magazinräume des Neubaus. Nebenan installieren Techniker die hochmoderne Heizungsanlage. Und in der ehemaligen Leers’schen Villa verlegen Handwerker Parkett und Fliesen. Schließlich soll das Archiv noch in diesem Jahr aus den Räumen im ehemaligen Spital in der Stadtmitte nach St. Georgen umziehen.

Dank der Verglasung ist das Foyer luftig und lichtdurchflutet.
Für Bauprojekte wie das Stadtarchiv – hier das Foyer mit dem Blick zum künftigen Leseraum – nimmt die Stadt Bayreuth sehr viel Geld in die Hand. Mit 784 Euro pro Einwohner investiert sie für Baumaßnahmen nach München am zweitmeisten Geld in Bayern. Archivfoto: Stadt Bayreuth

Der Neubau auf dem rückwärtigen Grundstück der ehemaligen Leers’schen Villa wird mit einer Nutzfläche von 2.300 Quadratmetern im Ober- und Untergeschoss die Magazinräume des Archivs beherbergen. Im Erdgeschoss entsteht ein verglastes, lichtdurchflutetes Foyer mit Lesesaal und Seminarraum. In der ehemaligen Leers’schen Villa mit ihren 415 Quadratmetern Nutzfläche werden künftig die Büros der Archivmitarbeitenden untergebracht. Dazu entstehen in dem historischen Gebäude weitere Arbeitsräume. Über einen Verbindungsbau sind Villa und Neubau barrierefrei erreichbar.

Die Grundsteinlegung für das neue Stadtarchiv fand am 13. Oktober 2023 statt, das Richtfest wurde am 3. Mai 2024 gefeiert. Die Kosten für den Neubau und die Sanierung der Villa liegen bei etwa 20,3 Millionen Euro. Fördermittel gibt es unter anderem von der Oberfrankenstiftung, der Städtebauförderung und dem Kulturfonds.