„Kunst mit Kompass“ im Kunstmuseum

Im Rahmen seiner Ausstellung „AugenZeugen mit Stift und Kamera – Max Beckmann und Armand Besch“ bietet das Kunstmuseum Bayreuth ein abwechslungsreiches Begleit-Programm an. Am Donnerstag, 16. April, 15 Uhr, steht der Zusammenhang zwischen bildender Kunst, Fotografie und Literatur im Mittelpunkt der Führung „Kunst mit Kompass“ mit der Kunsthistorikerin Dr. Beatrice Trost und der Germanistin Marion Zinner.

Ausstellungsplakat an der Außenwand des Kunstmuseums. | Foto: Stadt Bayreuth
© Stadt Bayreuth

Max Beckmann kommentiert in seiner Druckgraphik das Geschehen seiner Zeit. Ebenso lassen Armand Beschs Fotographien die Begebenheiten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebendig werden. Zu den Erläuterungen der Kunsthistorikerin Dr. Beatrice Trost hat die Germanistin Marion Zinner Textpassagen aus dem Roman „Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin ausgewählt. Diese Passagen werden von mehreren Lesenden vorgetragen.

Alfred Döblin und Berlin

Der Schriftsteller Alfred Döblin war Zeitgenosse von Max Beckmann und Armand Besch und war damit auch „ZeitZeuge mit Stift“. 1929 erschien von ihm der erste Großstadtroman in deutscher Sprache „Berlin Alexanderplatz“. Dieser Roman, der aus sprachlichen Montagen und Collagen zusammengesetzt scheint, wird heute dem Expressionismus zugeordnet. Döblin schuf mit seinem für die damalige Zeit ungewöhnlichen und neuartigen Stil eine Art Sprachorchester, das gut zu den Bildern von Beckmann und den Fotografien von Besch passt.

Weitere Informationen finden sich unter www.kunstmuseum-bayreuth.de.