Lohengrin Therme: Stadt startet zweite Ausschreibung

Bayreuth startet eine neue europaweite Ausschreibung für die Modernisierung der Lohengrin Therme und den Bau eines angrenzenden Hotels. Nach dem ersten Verfahren, bei dem kein Bewerber die Mindestkriterien erfüllte, hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Anforderungen angepasst, um den Kreis potenzieller Partner zu erweitern. Der Anspruch an ein hochwertiges Gesamtprojekt bleibt laut Oberbürgermeister Thomas Ebersberger unverändert hoch. 

Schwimmhalle der Lohengrin Therme.

Die Stadt Bayreuth startet einen zweiten Anlauf zur europaweiten Ausschreibung der Lohengrin Therme, die mehrheitlich der Stadt gehört. Gesucht wird ein Partner, der mittels Erbpachtvertrag die Therme modernisiert, künftig betreibt und direkt neben der Therme ein hochwertiges Hotel baut. Nachdem im ersten Verfahren Ende des vergangenen Jahres kein Bewerber die Mindestkriterien erfüllen konnte, hat der Stadtrat eine erneute Ausschreibung beschlossen. Sie soll noch dieses Frühjahr veröffentlicht werden.

„Für mich steht fest, dass die Lohengrin Therme ein Juwel ist, deren Potenzial der richtige Partner vollends heben wird. Das ist gut für die Therme selbst und ein wichtiger Schritt für die touristische Entwicklung Bayreuths. Zwar ist die wirtschaftliche Lage – gerade im Bau- und Freizeitsektor – aktuell angespannt, allerdings haben die vergangenen Jahre wie auch die erste Ausschreibung gezeigt, dass es Interesse gibt“, so Oberbürgermeister Ebersberger. „Daher bin ich überzeugt, dass wir mit den nun justierten Anforderungen an den richtigen Stellschrauben drehen und dadurch einen Partner finden werden. Unser Anspruch bleibt, die Lohengrin Therme und deren Umfeld qualitativ hochwertig und nachhaltig weiterzuentwickeln.“

Anforderungen angepasst

Die Anforderungen wurden punktuell angepasst, um den Bewerberkreis zu erweitern: Am Hotelbau als Grundvoraussetzung wird festgehalten. Es soll das Angebot der Therme ideal ergänzen und neue Zielgruppen für Bayreuth und die Therme selbst erschließen. „Therme und Hotel in eine Hand zu geben, ist der Königsweg, weil so beide Einrichtungen ideal aufeinander abgestimmt und vermarktet werden können“, so Ebersberger. Was sich ändert: Statt einem 4-Sterne-Superior-Standard fordert die Stadt nun einen 4-Sterne-Standard, statt der 100 Zimmer sind es nun mindestens 75. Um sicherzugehen, dass Interessenten in der Hotellerie erfahren sind, erwartet die Stadt zudem belastbare Referenzen vergleichbarer Projekte.

Ebersberger hebt die Bedeutung der Lohengrin Therme und des dazu gehörenden Hotels für Bayreuth und die Region hervor: „Die Lohengrin Therme ist seit etlichen Jahren ein wichtiger Pfeiler für den Tourismus‑ und Gesundheitsstandort Bayreuth. Sie verbindet attraktive Angebote für Einheimische und Gäste und trägt wesentlich dazu bei, dass Bayreuth weit über die Festspielzeit hinaus ein interessantes Reiseziel bleibt.“ Ein hochwertiges Hotel in direkter Nachbarschaft zur Therme würde das bestehende Angebot in der Stadt sinnvoll ergänzen und eine zusätzliche Beherbergungsoption schaffen – gerade mit Blick auf die starke Nachfrage zu kulturellen Spitzenzeiten und die wachsenden Erwartungen moderner Reisender.

Hintergrund

Die Lohengrin Therme wurde vor 25 Jahren eröffnet und befindet sich mehrheitlich im Eigentum der Stadt Bayreuth. Die Stadtwerke Bayreuth sind Pächterin der Therme und verantworten seit der Eröffnung deren Betrieb. Nach einem Vierteljahrhundert besteht ein erheblicher Bedarf an Modernisierung und baulicher Weiterentwicklung, um die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Therme langfristig sicherzustellen. Ein bereits vorliegendes Konzept sieht eine umfassende Attraktivierung vor. Dazu zählen unter anderem die Erweiterung des Sauna- und Gastronomiebereichs sowie bauliche und technische Erneuerungen.

Die dafür veranschlagten Investitionskosten belaufen sich auf rund 18 Millionen Euro. Geld, das die Stadt nicht aufbringen kann – zumal kaum staatliche Fördermittel in Aussicht stehen. Daher sucht die Stadt einen erfahrenen und finanzstarken Partner, der die Therme langfristig entwickelt und betreibt sowie in direkter Nachbarschaft ein Hotel errichtet. Baurecht hierfür hat die Stadt bereits geschaffen.

Hier erfahren Sie mehr  über die Lohengrin Therme.