Klimaschutz ist kein Sprint, sondern ein Marathon – mit einem wichtigen Unterschied: Nicht nur die Sportlichen, sondern alle sind gefragt, daran mitzuwirken. An die vielen Möglichkeiten zum Schutz des Klimas erinnert jeden Oktober die Bayerische Klimawoche. Die Stadt Bayreuth veröffentlicht hierzu ein interaktives Tool, wie sich der Ausstoß von Treibhausgasen im Stadtgebiet über die Jahre entwickelt hat, wo die Stadt heute steht – und wie es weitergehen sollte.
Auf unterschiedlichen Ebenen haben sich die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik selbst Fristen gesetzt, bis wann eine Firma, eine Stadt oder ein Bundesland „klimaneutral“ sein soll: Es werden dann nicht mehr Treibhausgase erzeugt, als aus der Luft wieder entnommen und gebunden werden. Das ist nötig, um die Erwärmung der Erde einzugrenzen. Je schneller es hier vorgeht, desto weniger gravierend wirkt sich der Klimawandel aus. Auch der Stadtrat in Bayreuth hat sich Ende 2021 zu ambitioniertem Klimaschutz bekannt und das Jahr 2040 als Ziellinie für die Klimaneutralität gesetzt.
Der Bayreuther „Treibhausgas-Monitor“ https://monitoring.bayreuth.de/ zeigt basierend auf den neuesten verfügbaren Daten, wo die Stadt steht und was bis zum Ziel der Treibhausgasneutralität 2040 noch fehlt. Auf der Webseite lässt sich erkunden, wie viel die Sektoren „Wärme“, „Strom“ sowie „Verkehr“ zu den klimaschädigenden Emissionen beitragen, was die Umwelt als Senke davon aufnehmen kann – und wo wir landen, wenn wir mit „Business as Usual“ weitermachen wie bisher.
Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel: „Die Stadt liegt bisher genau auf dem Zielpfad – gleichzeitig bleibt viel zu tun, damit die Emissionen kontinuierlich weiter sinken. Das ist eine Aufgabe für die gesamte Stadtgesellschaft, der wir uns gerne stellen. Machen Sie mit, und bleiben Sie dran!“ Die großen Aufgaben für die nächsten Jahre seien die Förderung des Umweltverbunds im Verkehr, die Stärkung der Erneuerbaren Energien, die Sanierung des Gebäudebestands im Stadtgebiet und die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung.
Am meisten zu tun bleibt – rein von der Menge der Treibhausgase gesehen – im Sektor „Wärme“. Hier stehen allen, die eine Wohnung oder ein Haus besitzen, zahlreiche Möglichkeiten offen, energieeffizienter zu heizen und zu kühlen. Um hier für den eigenen Fall gute Lösungen zu finden, organisieren Stadt und Landkreis Bayreuth gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Bayern jeden Monat kostenlose Energieberatungs-Nachmittage.
Und das Interesse ist da: Der Sondertermin in der Bayerischen Klimawoche ist bereits ausgebucht, weitere Beratungs-Optionen gibt es im Bürgerzentrum in Pegnitz am 22. Oktober, in der Bayreuther Stadtverwaltung am 4. November und im Landratsamt am 10. Dezember. Die Anmeldung ist unter Telefon 0921 728-340 oder 0921 25 1074 möglich.
