Nach einer überaus erfolgreichen Saison im Altstadtbad mit rund 13.000 Badegästen nutzt das Stadtgartenamt die Herbst- und Winterpause, um die in die Jahre gekommene Technik der beliebten Freizeitanlage auf Vordermann zu bringen. Diese stammt teilweise noch aus den 1970er Jahren und war immer schwieriger instand zu halten. Betriebsleiter Arnd Sesselmann vom Stadtgartenamt: „Nach einer Untersuchung der Wasseraufbereitungsanlage mit dem Hochbauamt erschien es wirtschaftlich nicht sinnvoll, einzelne Pumpen oder Filter auszutauschen, sondern die komplette Anlage.“
Wurde das Wasser bisher mit einem Sandkohlefilter gereinigt, der sehr ineffizient war und sehr viel Chlor benötigte, soll das Wasser künftig mittels Mikrofiltration mechanisch gereinigt werden, wobei auch Bakterien und Viren filtriert werden. Chlor ist beim Reinigungsvorgang nicht mehr notwendig, sondern wird nur noch zugesetzt, um das Wasser im Becken sauber zu halten. „Das spart uns ungefähr zwei Drittel bis drei Viertel der bisherigen Chlormenge im Jahr und damit auch Geld. Chlor ist sehr problematisch in der Lagerung und Handhabung. Außerdem ist weniger Chlor angenehmer beim Baden und natürlich besser für die Umwelt“; sagt Arnd Sesselmann. Die Kosten für den Austausch der Anlage beziffert er auf etwa 300.000 Euro. Die Arbeiten sollen pünktlich zum Start der neuen Saison am 15. Mai 2027 abgeschlossen sein.

