Die Wilhelminenaue bekommt einen neuen Parkour- und Bewegungspark. Die Arbeiten hieran haben nur rund zwei Monate in Anspruch genommen. Die Fitnessanlage ist geeignet für Parkour, Calisthenics wie Liegestütz, Klimmzüge oder Barrenstütz sowie Akrobatik-Übungen. Bei einem Medientermin in der Wilhelminenaue hat Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel das neue Angebot gemeinsam mit Vertretern der Stadtratsfraktionen und Projektverantwortlichen der Stadtverwaltung eingeweiht.
In das Design des Parkour- und Bewegungsraums in der Wilhelminenaue in Nachbarschaft des Bolzplatzes flossen Vorschläge der lokalen Parkour-Community mit ein. So haben die Planenden Naturmaterialien aus Robinienholz ebenso berücksichtigt wie Stangen aus Edelstahl, die sich für Balanceübungen genauso eignen wie für Klimmzüge. Zur Einweihung der neuen Anlage zeigten Parkour-Sportler im Rahmen eines offenen Trainings, was dort an Aktivitäten künftig alles möglich ist.
Im Zuge der Bauarbeiten sind verwinkelte Mauern aus Ziegelstein entstanden, die zahlreiche Kombinationen von Übungen erlauben. Gewünscht und deswegen umgesetzt wurden außerdem eine Sandgrube und ein Trampolin. Ein Fallschutzboden aus Kunststoff minimiert das Verletzungsrisiko bei Stürzen.
So ist eine Bewegungslandschaft entstanden, die für Anfängerinnen und Anfänger genauso geeignet ist wie für erfahrene Parkour-Sportler. Außerdem sorgen kleine Rampenübergänge zwischen den Ebenen dafür, dass die ganze Anlage barrierearm genutzt werden kann. Etwas Besonderes stellen große Granitfindlinge aus dem Fichtelgebirge dar. Sie wurden zusammen mit den Nutzern in einem Steinbruch ausgesucht und vor Ort platziert.
„Die Anlage ergänzt die bestehenden Sporteinrichtungen in der Wilhelminenaue hervorragend. Sie ist vielfältig aufgebaut und kann von jeder Altersgruppe genutzt werden“, freute sich Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel bei der Einweihung. Die Wilhelminenaue unterstreiche damit ihre Qualitäten als Naherholungsrefugium für alle Altersschichten der Bayreuther Bevölkerung.
Die Kosten für die neue Anlage belaufen sich auf rund 470.000 Euro. Möglich wurde dies nicht zuletzt durch eine zu erwartende staatliche Förderung von ca. 60 Prozent im Rahmen der Richtlinien zur Förderung von öffentlichen touristischen Infrastruktureinrichtungen (RÖFE) vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, der Städtebauförderung sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.

